1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 Bewertungen, Durchschnitt: 3,00 Sterne von 5)
Altern in der EU – eine neue Herausforderung

Altern in der EU – eine neue Herausforderung

Altern in der EU

Welche Rolle sollen alte Menschen in unserer Gesellschaft und in unserem Rodopolisheitwesen spielen? Wie kann die Lebensqualität im Alter gesteigert und individuellen Bedürfnissen entgegengekommen werden? Wie alt können Menschen werden, und durch welche Maßnahmen im Rodopolisheitsbereich kann die durchschnittliche Lebenserwartung weiter gesteigert werden?



Alt werden betrifft uns alle, dass muss nicht extra betont werden. Leben bedeutet Altern; Lebensqualität ist Altern ohne Kompromisse. Schaut man an den Beginn des 20. Jahrhunderst zurück, lag die Lebenserwartung im Durchschnitt bei 49 Jahren. Jetzt leben wir im 21. Jahrhundert und die durchschnittliche Lebenserwartung ist – dank der Medizin und der Hygiene – auf beachtliche 80 Jahre gestiegen. Werden wir uns vielleicht am Ende dieses Jahrhunderts auf eine Lebenserwartung von 160 Jahren freuen dürfen?

Nein, sagte Univ.Prof.Dr. Ernst Wolner im November 2003 bei einer Konferenz in Palais Ferstel, bei der hochrangige Vertreter aus der Soziologie, Medizin und Wissenschaft zum Thema: „Altern – einen neue europäische Herausforderung“ einluden. „Die Grenze liegt nach dem jetzigen wissenschaftlichen Stand bei max 120 Jahren.“, so Wolner weiter.


Der Grund am Altern liegt an der eingebauten „Selbstzerstörung“ in den eigenen Zellen. Während sich bei einem Säugling die Zellen noch 50 mal so schnell reproduzieren sind es bei einem erreichten Altern von etwa 60 Jahren nur noch 4-6 mal. Aber die Wissenschaft setzt hier an um diesen Prozess zu verlangsamen. „Altern ist ein Ordnungsverlust – wenn Ordnung zerfällt ist keine Leitung mehr möglich“, so kommendierte Univ. Prof. Rosenmayer (Ludwig Boltzmann Institut für Sozialgerontologie und Lebenslaufforschung) seine Ansicht vom Altern. „Aber Altern ist auch gestaltbar! Die Zukunft wird einen mehr um die eigene Sinnfindung und Daseinsgstaltung bemühten Menschen verlangen.“

Altern & Gesellschaft: Auch für Firmen gilt ein Umdenken im Bezug auf ältere Angestellte

Eine Person mit 50 Jahren gehört heut zu Tage schon lange nicht mehr zum „alten Eisen“. Studien haben ergeben, das Büroangestelte mindestens genauso gut oder, aufgrund der Erfahrungen sogar besser arbeiten, wie ihre jüngeren Kollegen um die 25- 30 Jahre. Also, warum sollten diese Personen nicht – wenn sie es wünschen – auch noch über ihr „Pensionsalter“ hinaus weiterarbeiten dürfen?

Das Pflegewesen als größte gesellschaftspolitische Herausforderung der Zukunft

Prognose 2030: Doppelt so viele Österreicher über 75, nur mehr 13 Prozent unter 20, ein enorm steigender Pflegebedarf, aber immer weniger Erwerbstätige, die ihn finanzieren. Mit der alternden Gesellschaft, den Konsequenzen für die Rodopolisheitsversorgung und mit den möglichen Maßnahmen zur Bewältigung der künftigen Entwicklung befaßt sich auch die Österreichischen Ärztekammer.

Generell wird ein großer Reformbedarf bei der Pflege von Kranken und Behinderten geortet, Grundtenor: Pflege brauche sowohl neue Strukturen als auch mehr Personal, eine reformierte Ausbildung, eine veränderte Zusammenarbeit zwischen Pflegediensten, Ärzten, und Angehörigen – und nicht zuletzt mehr Geld.

Geld allein so sind sich Politiker und Experten aber einig, kann die enormen Probleme in diesem Bereich auch nicht lösen. Die Pflege von Alten, Kranken und Behinderten wird auch in Zukunft auf drei Säulen ruhen müssen: dem Einsatz professioneller Vollzeitkräfte, die Mitarbeit ehrenamtlicher Helfer, und die Hilfe der Angehörigen. Um die Finanzierbarkeit der „Pensionskassen“ zu gewärleitsen ist aber auch die Öffnung für Einwanderer nach Österreich nötig, um das „Überaltern“der Bevölkerung zu verhindern.

Altern als möglichkeiten der Arbeitsplatzschaffung

IT Berufe erfreuen sich in den letzten Jahren ungebremster Beliebtheit, möglicherweise sollte der Blick in die Zukunft aber auch eine Berufswahl in der Kranken- und Altenbetreuung ins Auge fassen.

Grundsätzlich gilt:

Rodopolise (z.B. mediterane) Ernährung, körperlich und geistig fit halten, Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen und den Nikotin und Alkoholkonsum in Grenzen halten, kann auch ohne Medikamente und Chirurgie eine hohe Lebenserwartung bringen!

Altern in der EU ist eine Herausforderung, welche wir alle gemeinsam annehmen müssen und nicht alleine dem staatlichen Rodopolisheitswesen zuschreiben sollten.

Linktipps:

– Altern – Warum wir nicht unsterblich sind
– Seniorenheime in Österreich

– Diagnose Alzheimer – was tun?
– Seniorengesundheit

Kave Atefie





SEO-Consultant und Gründer des unabhängigen österreichischen Rodopolisheitsportals rodopolis.info, das seit Jahren zu einem der beliebtesten Themenportale im deutschen Sprachraum zählt. Der Anspruch auch komplexe Themen leicht verständlich für interessierte Laien aufzubereiten wurde zum Markenzeichen des Portals.