Aromaöle und ganzheitliche Hautbehandlung

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Aromaöle

Aromaöle sind relativ einfach in der Anwendung, und wirken auf die Seele, den Körper und den gesamten Organismus. Man kann die Aromaöle aber auch professionell nützen, wie es in der Kosmetik, der Massage und der Alternativheilkunde geschieht. Die ganzheitliche Anwendung ist im Kosmetikinstitut, aber auch gut in der Heimbehandlung anwendbar.

Heute wird in der Kosmetik sehr viel mit Aromaölen gearbeitet, was oft fälschlicherweise als Aromatherapie bezeichnet wird. Das Wort Therapie ist eine medizinische Bezeichnung, und darf für kosmetische Behandlungen nicht verwendet werden. Richtig wäre: Aromakosmetik oder ganzheitliche Hautbehandlung mit Aromaölen.

Was sind Aromaöle ?

Aromen sind die hoch konzentrierten flüchtigen Öle einer Pflanze. Wirkstoffe, die man riechen und schmecken kann. Statt Aromaöl wird auch der Ausdruck Essenz verwendet.

Es gibt folgende Gewinnungsarten:

1. Die Wasserdampfdestillation: In den Behälter in dem sich die Pflanzenteile befinden, wird Wasserdampf eingeleitet. Dieser entzieht den Pflanzenteilen die flüchtigen Inhaltsstoffe. Nach der Kondensation wird das meist auf dem Wasser schwimmende Öl durch ein physikalisches Verfahren abgeschöpft.

2. Die Kaltpressung: Die Fruchtschalen etc. werden gepreßt, zentrifugiert und gefiltert. Wichtig ist, dass keine Hitze zur Hilfe genommen wird, weil dadurch wichtige Bestandteile der Essenz zerstört werden. Bei Zitrusfrüchten wäre auch ganz wichtig zu beachten, dass die Schalen nicht mit Spritzmittel behandelt sind, da die Giftstoffe alle ins Öl gelangen. Ein biologischer Anbau ist dem Herkömmlichen vorzuziehen.

3. Die Enfleurage: Schon in früheren Zeiten hat man duftende Pflanzenteile in Öl oder Fett eingelegt. Dies ergab dann eine duftende Fettsalbe oder ein duftendes Öl. Die Kunst, Duft und Fett voneinander zu trennen beherrschte man damals noch nicht. Diese einfache Methode wurde im 19. Jahrhundert weiterentwickelt. Die Enfleurage funktioniert folgendermaßen: Die empfindlichen frisch gesammelten Blüten wie z.B. von Jasmin oder Tuberose werden in Schweinefett gedrückt, das man auf Glasplatten aufgestrichen hat. Nach 2 Tagen hat das Schmalz den Duft aufgenommen und die Blüten werden durch Neue ersetzt. Dieser Prozeß geht über Wochen hinweg, bis das Schweineschmalz mit den ätherischen Ölen gesättigt ist. Durch ein Extraktionsverfahren mittels Alkohol werden die Essenzen aus dem Duft-Fett-Gemisch herausgelöst. Diese zeitaufwändige Methode liefert sehr gute Öle, ist aber bei den heutigen Löhnen nicht mehr rentabel. Die Enfleurage wird heute nur noch für Demonstrationszwecke eingesetzt.

4. Alkoholische Extraktion: Die Pflanzenteile werden mit dem Lösungsmittel. Alkohol übergossen, und anschließend destilliert. Das so gewonnene Produkt nennt man Absolue.

5. Die Gewinnung durch chem. Lösungsmittel: Seit relativ kurzer Zeit verwendet man chemische Lösungsmittel wie z.B.Hexan oder Petroläther, welche die ätherischen Öle aus den Pflanzen lösen. Diese Lösungsmittel werden anschließend unter Vakuum abdestilliert, können aber nicht gänzlich eleminiert werden. Man bekommt zuerst das salbenartige Concrete, von dem man mit Alkohol die Pflanzenwachse trennt und zuletzt das Absolue erhält. Die verwendeten Lösungsmittel sind hochgiftig und können schon in kleinsten Mengen Allergien verursachen. Die zugelassenen Restmengen werden in ppm gemessen. Ein gewissenhafter Großhändler sollte bemüht sein, Absolues unter 5 ppm zu beziehen. Es sind 5 ppm zugelassen, aber aus der Sicht der Aromatherapie trotzdem zu hoch. Einige Absolues können mit Alkohol als Lösungsmittel hergestellt werden, zum Beispiel das Honig-Absolue. Diese Methode wäre zu bevorzugen.

6. Es gibt noch eine Reihe von weiteren Gewinnungsmethoden, wie die Resinoidherstellung oder, die Extraktion mittels Kohlendioxid, auf die hier aber nicht weiter eingegangen werden soll.

Die Eigenschaften ätherischer Öle:

Aromaöle sind die stark flüchtigen (gehen in den Äther), und hochkonsentrierten Wirkstoffe einer Pflanze, in nicht wasserlölslicher Form. Sie können je nach Inhaltsstoffe desinfizierend, konservierend, fungizid, heilend, durchblutend, kühlend, entstauend, stärkend, Appetit anregend, beruhigend, aktivierend, stimmungsaufhellend, straffend, adstringierend, wirken.

Vorsichtsmaßnahmen, bzw. Kontraindikationen in der Anwendung:

1. Bei Überdosierung können sie wie jeder Wirkstoff schaden (Reizungen, Verätzungen, Schmerzen und Nervenirritationen).
2. Ätherische Öle für innere Anwendung müssen eigens deklariert sein. (Eventuell in der Apotheke beziehen.)
3. Ätherische Öle niemals auf Schleimhäute auftragen!
4. Bei äußerlicher Anwendung, die verdünnten Öle generell nur auf intakte Haut auftragen (es gibt einige Ausnahmen).
5. Da äther. Öle wie alle Stoffe aus verschiedenen Substanzen bestehen, kann man allergisch reagieren.
6. Auf Qualität und Reinheit achten!
7. Vor oder während einer Sonnenbestrahlung keine Äther. Öle verwenden-Gefahr der Bildung von Pigmentflecken („Kölnischwasser Flecken“)

Wie wirken ätherische Öle ?

1. Über den Geruchssinn
2. Über die Haut:

Die Öle sollen nie unverdünnt und auf keine Schleimhäute aufgetragen werden. Die Haut muss intakt sein.

Die ätherischen Öle verfügen über ein Penetrationsvermögen über die Epidermis hindurch. Ein aufgetragenes Öl kann nicht mehr abgewaschen werden, es penetriert in die Haut, hindurch bis zu den Blutgefäßen. Man kann dazu einen Versuch machen: Einreiben der Füße mit Knoblauch. Nach einiger Zeit wird man den Geschmack des Knoblauchs im Mund schmecken. Die äther. Öle können aber auch eine Art Einschleusefunktion für andere Stoffe übernehmen. Daher sollte man unbedingt auf die Qualität der verwendeten Substanzen achten. Diese Möglichkeit nützt man in der Kosmetik.

· Die Öle wirken direkt auf das Organ Haut ein, je nach Inhaltsstoffe der Öle.
· Die richtige Aromatherapie ist eine eigene Behandlungsmethode, welche zu Heilzwecken nur von einem Arzt durchgeführt werden darf: Die Öle wirken über die Haut segmental. Das heißt die Öle werden auf bestimmte, festgelegte Zonen aufgetragen, und wirken je nach Inhaltsstoffe des gewählten Öles, über dieses Hautsegment. Durch bestimmte Nervenverbindungen besteht eine Verbindung zu dazugehörenden Muskeln, Knochen, Gefäßanteile, Knochenanteile, und Organen, die über die segmentale Ebene erreichbar und beeinflußbar werden. Auf dieser Tatsache basieren alle reflektorischen Behandlungsmethoden, mit Ausnahme der Fußreflexzonenbehandlung, da diese eine Methode der Erfahrung ist und keine direkten Nervenverbindungen der Bezugszonen zu den jeweiligen Organen nachzuweisen sind.

3. Durch Einnahme:

Die Öle wirken weiters oral eingenommen medikamentös.
Achtung: Was, wieviel, wie oft und womit (Zucker z. B. als Trägersubstanz )man sie einnimmt!

In welchen Pflanzenteilen kann ich Duftstoffe finden ?

Die Duftstoffe können in verschiedenen Teilen der Pflanze konzentriert eingelagert sein:

In den Blüten: z. B.: bei Rose, Jasmin, Kamille, Geranie
In den Blättern: z. B.: bei Melisse, Salbei, Thymian, Oregano
In den Nadeln: z.B.: Kiefer, Tanne, Fichte
In den Wurzeln: z. B.: bei Iris, Baldrian, Vetiver
Im Samen: z. B.: Wacholderbeeren, Kümmel, Anis, Koriander
Im Holz: z. B.: bei Sandelholz, Rosenholz, Zedernholz
In der Rinde: z. B.: wie bei Zimt
Im Harz: z.B.: wie bei Weihrauch, Myrrhe, Benzoe
In der äußersten Fruchtschale, wie bei allen Zitrusfrüchten: z.B.: Orange, Bergamotte, Zitrone, Limette, Mandarine

Die Aufbewahrung der Essenzen

Man braucht eine sehr große Menge von Pflanzen, um ein wenig Essenz zu erhalten. Der Behälter dafür sollte immer gut verschlossen sein. Das Gefäß sollte aus dunklen Glasbestehen, da auch Licht den Ölen in der Qualität schaden kann. Actung Aromaöle können Kunststoffverschlüsse, und z.B. Lackierungen von Tischplatten auflösen!

Die Anwendung ätherischer Öle

Die Duftlampe:
Duftlampen verzaubern jeden Wohnraum und schaffen eine angenehme Raumatmosphäre. Sie wirken durch die Kombination von Duft, Farbe, Form und Licht. Im Ölbehälter sollte sich immer Wasser befinden, worauf das Öl schwimmen kann, da sonst die Gefahr des Anbrennensbesteht, vor allem, wenn der Abstand zwischen Gefäß und Kerze zu gering ist. Das Wasser im Behälter erhöht zusätzlich die Luftfeuchtigkeit. Der Duft im Raum beeinflußt die Stimmung. Beruhigend wirken z.B.: Melisse, Lavendel, Geranie, Rose. Für einen klaren Kopf verwende ich gerne Bergamotte, Limette oder Lemongras. Für meinen Sohn verwende ich Mandarine,Orange oder Vanille. Orange gibt Wärme, und vermittelt das Gefühl der Geborgenheit. Bei Erkältungen helfen Teebaumöl, Eukalyptus. Man sollte keinen Duft verwenden, den man nicht mag. Man sollte sich je nach Bedürfnis einen anderen Duft wählen, und dabei seiner Nase vertrauen. Duftlampen können in Klassenräumen, in Praxisräumen, und auch in den Arbeitsstätten genützt werden.

Keramikring:
Ein unglasierter Keramikring, der mit Öl beträufelt wird, kann an einer Kette (oder einem Lederband) um den Hals getragen werden und somit auch in der Arbeit und unterwegs seinen Zweck erfüllen. Diese Ringe sind selten zu bekommen, also habe ich mit meinem Sohn mit Keksausstechern welche selbst gebastelt und brennen lassen.

Verwendung für Gesichtsdampfbäder oder Vapozonanwendungen:
In dampfendes Wasser oder in den Filzring (Tropfenfänger) eines Vapozongerätes werden einige Tropfen äther. Öl gegeben. Durch die Wärme verdunstet das Öl und kann mit dem Dampf eingeatmet werden, und gleichzeitig auf die Haut wirken. Bei unreiner Haut und Entzündungen nehme ich Kamille, Salbei oder Lavendel. Ebenso bei fetter Haut und Akne. Durch den Dampf quellt die Epidermis auf, die Poren werden weiter, und Hautunreinheiten lassen sich leichter heraus heben.

Für reife, trockene und normale Haut wertden oft Rosenblüten und Lavendel verwendet. Der Duft des Öles wirkt zusätzlich. Bei Teleangiektasien (erweiterte Blutgefäße) sollte man keine Wärme anwenden, da sich das Hautbild verschlechtern könnte. Man kann als Alternative körperwarme Kompressen, oder einen Kaltvernebler verwenden. Kühle Kompressen mit z.B.: Lemongrasöl wirken sehr erfrischend.

Trockeninhalation:
In der Apotheke sind offene Hülsen mit Mundstück (Inhalatoren) erhältlich, in welche man ein mit ätherischen Ölen beträufeltes Papiertaschentuch stecken kann. Unterwegs, oder in der Arbeit kann man bei Erkältungen, oder auch zur Vorbeugung die Öle einatmen, oder riechen. Auch zur Erfrischung ist diese Anwendung sehr praktisch.

In der Sauna:
Viele im Handel erhältliche Saunaaufgußmischungen enthalten minderwertige oder synthetische Öle, Emulgatoren und Farbstoffe. Reine äther. Öle können die entgiftende Wirkung der Sauna unterstützen. Das Öl sollte in einen Schöpfer mit Wasser getropft werden, und dann erst über die glühenden Steine. Für die Atemwege, zur Entgiftungsanregung und Abwehrsteigerung empfehle ich Eukalyptus, Latschenkiefer, Teebaumöl, Salbei, und ein wenig Thymian. Die Entgiftung findet über die Haut und über die Nieren statt. Die Haut wird gut durchblutet und der Stoffwechsel angeregt.

Gesichtsmasken und Packungen:
Man kann Heilerde bei unreiner und fetter Haut z.B.: je 1 Tropfen Zitronenöl, Salbeiöl, und Lavendelöl zufügen. Optimal finde ich es, möglichst neutrale Cremepackungen mit äther. Ölen anzureichern, um die Haut und die Nase nicht zu überfordern. Eine Mischung sollte generell nicht mehr, als 3 verschiedene äther. Öle enthalten.

Bäder:
Baden ist eine der schönsten Anwendungsarten der Aromatherapie. In der Badewanne entfalten die Essenzen eine wohltuende Wirkung auf Leib und Seele. „Bade dich schön.“ Beim Baden benötigt man einen Emulgator der eine Verbindung zwischen Fett- und Wasserphase herstellt. Andererseits würden die Essenzen an der Wasseroberfläche schwimmen. Man kann dafür Schlagobers , aber auch zur Not ein Eigelb (ohne Eiweiß!) als natürlichen Emulgator verwenden. Schlagobers wirkt rückfettend auf trockene Haut.

Zum Energietanken und zur Gewebefestigung, auch bei Zellulite, nimmt man eine Mischung aus Orangenöl, Zitronenöl und Sandelholzöl. Der selbstgemachte Badezusatz sollte griffbereit sein, und erst in der Badewanne dem Badewasser zugefügt werden. Die Essenz könnte sich sonst schon vor dem Baden im Raum auflösen, ohne im Bad gewirkt zu haben.

Aromawickel:
In Kosmetikinstituten werden verschiedene Anwendungsmethoden von Aromaölen, in Verbindung mit Bandagen, in einer bestimmten Wickeltechnik angeboten. Bei den verwendeten Präparaten kann es sich um Einphasen- oder Mehrphasenprodukte handeln. Im Regelfall wird ein Produkt aufgetragen, und anschließend mit elastischen Bandagen, oder Kunststoffolie bandagiert. Beim bandagieren ist zu beachten, dass beim medialen Fußknöchel begonnen wird, und die Bandagen den Lymphfluß unterstützen. Je nach Präparat kann zusätzlich Wärme angewandt werden. Bei der Behandlung ist auf Gefäßleiden und Unverträglichkeiten (Allergien) zu achten!

Linktipps

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