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Babyernährung – die ersten Monate gut versorgt

Babyernährung – die ersten Monate gut versorgt

Babyernährung

Milch, Milch, Milch – genau die brauchen Babys in den ersten 4 bis 5 Monaten. Natürlich handelt es sich dabei nicht um die klassische Kuhmilch aus dem Supermarkt (diese enthält nicht alle nötigen Vitamine und Nährstoffe), sondern entweder um die Muttermilch (falls sie ihr Baby stillen) oder um die Fertigmilch (Pulvermilch), welche sie im Drogeriemarkt unter Namen wie „Erstmilch“, „Premilch“, „Folgemilch“ (passend zum Alter) erhalten.



Natürlich können sie auch beide Varianten (Fertigmilch und Muttermilch) kombinieren – es kann aber sehr schnell dazu führen, dass sich ihr Baby (und auch ihr Körper) an die unkomplizierte Verabreichung von Fertigmilch gewöhnt …

Informationen zum Stillen finden sie übrigens hier: Stillen


0-5 Monate

Muttermilch und Fertigmilch beinhalten eigentlich alle notwendigen Nährstoffe und Vitamine.
Es ist somit in den ersten 4-5 Monaten nicht notwendig, Säfte oder Breie zu verabreichen.

5-6 Monate

Nun können sie ihrem Baby auch schon Säfte und Breie verabreichen, weiters können auch Obst (Bananen, Pfirsiche, geschälte Äpfel.. etc.) bzw. Gemüse (Karotten, Kartoffel, Kohl etc.) auf dem Speiseplan stehen. Zwischendurch freut sich ihr Nachwuchs auch über Biskotten, Butterkekse etc. – die Zähne erhalten hier erstmals praktische Anwendungsmöglichkeiten. Auch hier hat natürlich die Industrie schon vorgesorgt: Es gibt praktische Gläser zu kaufen – in Mengen, die meistens ziemlich genau dem Appetit ihres Kindes entsprechen. Sorgen sie sich aber nicht, wenn einmal etwas übrig bleibt – sollte dies öfters passieren, wechseln sie das Produkt. Vielleicht in einigen Wochen wieder probieren – die Prioritäten können sich hier schnell ändern. Die meisten Kinderärzte/Hebammen sprechen sich übrigens dafür aus, ca. 6 Monate zu stillen.

7-12 Monate

Jetzt wird es wirklich bunt (nicht nur beim Essen). Nunmehr können sie wirklich schon fast alles füttern (Ausnahmen finden sie weiter unten bei den „Tipps und Tricks“). Brot, Semmeln, Eier, Fleisch, Fisch, Nudeln, Biskotten Suppen uvm. – achten sie aber bitte darauf, dass die Stücke sehr klein geschnitten sind (die vorhandenen Zähne werden noch nicht sehr intensiv eingesetzt bzw. sollten sich die Kinder auch nicht verschlucken) . Nachdem ihr Baby in dieser Zeit besonders viel beobachtet und ihm auch nicht entgeht, dass auch die Mama oder der Papa genüßlich Nahrung zu sich nimmt, lassen sie es ruhig ein wenig kosten (es muss ja nicht gleich „chilli con carne“ sein) – ihr Baby weiß schon recht gut, was schmeckt und was nicht. Auch für diesen Altersbereich stehen ihnen im Supermarkt ihres Vertrauens natürlich unzählige Gläser- und Breimischungen zur Verfügung.

Nach dem ersten Jahr benötigt ihr Kind keine Extrakost mehr – sie können nun schon lernen, zu teilen;-)
Achten sie bitte aber auch jetzt auf ausgewogene Ernährung und damit auf die genügende Zufuhr von Vitaminen, Eiweiß, Kohlenhydraten sowie Fett.

Unser diesbezüglicher Linktipp: Ernährungscorner

Wissenswertes, Tipps und Tricks:

-) Babys leiden anfangs sehr häufig unter Blähungen – meistens haben sie bei der Ernährung gar keinen Fehler begangen – es ist leider Tatsache, dass der Magen-Darm-Trakt von Säuglingen noch sehr anfällig ist. Sehr oft kann hier ein leichtes Klopfen auf den Rücken (legen sie das Baby auf die Brust, sodass der Kopf über ihre Schulter reicht) Erleichterung schaffen. Auch eine zarte Bauchmassage ( im Urzeigersinn) hilft oft. Weitere Möglichkeiten: Wärmenflasche auf den Bauch legen, warme Umschläge, Tees (Anis, Kümmel, Fenchel). Bei chronischen Blähungen bitte unbedingt den Kinderarzt aufsuchen!

-) Vorsicht im ersten Jahr:

  • Unreifes Obst vermeiden, hartes Obst schälen und zerkleinern, rohes Gemüse auch erst später (außer Karotten);
  • Scharfes Essen nicht verabreichen (vermeiden sie auch Gewürze);
  • Wenig bis kein Salz verwenden (max. 1 – 1,5 Gramm Kochsalz pro Tag);
  • Geräucherte Wurst sowie Fleisch vermeiden;
  • Keinen Kohl, Zwiebel, Birnen (Blähungen!);
  • Wenig Zucker verwenden;
  • Nicht schon jetzt mit Süßigkeiten verwöhnen;
  • So wenig Zucker wie möglich verwenden;
  • Keine Magermilch, Vollmilch erst ab 1. Jahr;
  • Kein Vollkornbrot mit ganzen Körnern verabreichen;
  • Vorsicht bei Zitrusfrüchten – viele Babys vertragen die Fruchtsäure noch nicht;
  • Nur qualitatives Fett verwenden (und nicht zuviel davon – ideal wäre 50:50 pflanzlich und tierisch) – im Zweifelsfall beim nächsten Besuch den Kinderarzt fragen!

-) Ihr Baby kann natürlich schon sehr bald ungezuckerten Tee trinken. Weitere gute Durstlöscher: stilles Mineralwasser, verdünnte Säfte, qualitatives Leitungswasser (Achtung: bei Urlaubsfahrten in den Süden immer ein wenig davon auf „Reserve“ mitnehmen)

-) Wenn sie ihr Baby abstillen, lassen sie sich 1 – 1,5 Monate dafür Zeit. Baby wollen nicht unverzüglich abgestillt werden und ihre Brüste können sich so langsam rückbilden. Ersetzten sie einfach anfangs einen Stillvorgang durch Fertignahrung, nach 2 Wochen den nächsten usw.
Optimal wäre, wenn sie die morgendliche und abendliche Mahlzeit erst am Schluß auslassen (denn diese lieben Babys am meisten)

-) Wenn sie Gläser aus dem Supermarkt verwenden, wärmen sie bitten den Inhalt nicht mehrmals auf – besser, sie füttern vorerst einmal ein halbes Glas und sehen, ob’s dem Baby schmeckt. Wenn nicht, können sie es ja später nochmalig versuchen – bitte die Gläser aber in den Kühlschrank stellen und bereits geöffnete Gläser nach einem Tag entsorgen. Sorgen sie auch bei den Gläsern für Abwechslung und testen sie aus, was ihr Baby mag.

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