Blutweiderich | Heilpflanzenlexikon

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Blutweiderich, Naturheilkunde, Heilkraut

Bereits im Altertum wurde der Blutweiderich als Heilpflanze verwendet. Plinius setzte ihn gegen Ekzeme ein, Dioskurides empfahl ihn bei Ruhr. Gemäß der Signaturenlehre (die Lehre von den Zeichen in der Natur) wurde der Blutweiderich mit seinen roten Blüten als blutstillendes Mittel genutzt. Auch seinen Namen hat der Blutweiderich den roten Blüten zu verdanken.

Aufgrund seines hohen Gerbstoffgehalts wirkt er adstringierend, bakterizid, blutstillend und harntreibend. Früher wurde der Blutweiderich auch zum Gerben von Leder sowie zum Imprägnieren von Holz verwendet.

Der Blutweiderich ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu zwei Metern erreichen kann. Seine roten Blüten erscheinen von Juni bis September in Scheinähren. Er ist anspruchslos und wächst auf feuchten Böden und im Wasser.

Kenndaten

  • Wissenschaftlicher Name: Lythrum salicaria
  • Familie: Weiderichgewächse (Lythraceae)
  • Wuchshöhe: bis zu 2 m
  • Farbe der Blüten: Rot
  • Sammelzeit: Sommer
  • Vorkommen: Europa, Mittelasien, Australien und Nordamerika
  • Standorte: anspruchslos; feuchte Böden, Wasser
  • verwendete Pflanzenteile: Kraut, Stängel, Wurzel

Synonyme

Ähren-Weiderich, Blutkraut, Brauner Weiderich, Gemeiner Weiderich, Partike, Rosen-Weiderich, Roter Weiderich, Stolzer Heinrich

Wirksame Inhaltsstoffe

Anthocyanin, ätherisches Öl, Beta-Sitosterol, Flavone (Vitexin), Gerbstoffe (Gerbsäure), Harze, Pectine

EUR 14,99

Heilwirkung und Anwendungsgebiete

Dem Blutweiderich wird eine adstringierende, antibakterielle, blutstillende und blutzuckersenkende Wirkung zugeschrieben. Aus diesem Grund findet er auf folgenden Gebieten Anwendung:

  • Ausschläge
  • Blutungen nach der Geburt
  • Diabetes (unterstützend)
  • Durchfall
  • Ekzeme
  • Halsschmerzen
  • Hauterkrankungen
  • Husten
  • innere Blutungen (leichte)
  • Jucken
  • Nasenbluten
  • Scheidenentzündungen
  • Scheidenjucken
  • starke Menstruationsblutungen
  • Verdauungsschwäche
  • Weißfluss
  • Wunden
  • Zahnfleischbluten


Dosierung und Anwendung

Der Blutweiderich kann zur Herstellung von Tees oder Tinkturen genutzt werden.

Tee:
1 TL Blüten mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten lang ziehen lassen und abseihen.

Tinktur:
50 g getrocknetes und zerkleinertes Kraut mit 250 ml Kornschnaps übergießen, 14 Tage lang an einem warmen Ort ziehen lassen (täglich schütteln) und danach filtern. Den Rückstand mit der gleichen Menge abgekochtem, ausgekühltem Wasser aufgießen, ebenfalls filtern, das Kraut auspressen und das Ausgepresste mit dem Wasser und dem Alkoholauszug mischen.

Warnhinweise

Da über den Blutweiderich wissenschaftliche Daten über Unbedenklichkeit und Wirksamkeit fehlen, kann die Anwendung nicht eindeutig empfohlen werden. Allerdings sind bisher auch keine Nebenwirkungen bekannt.

Wichtiger Hinweis: Allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und Zubereitungen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen und ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

Linktipps

– Mistel gegen Verdauungsschwäche
– Lapacho | Heilpflanzenlexikon
– Ingwer gegen Verdauungsbeschwerden
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