BSE: Dünger ohne Tiermehl

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BSE

Nach dem Verfüttern soll künftig auch der Einsatz von Tiermehl in Düngemittel verboten werden. Das berichtet die Berliner Tageszeitung in ihrer Freitagsausgabe. Ein Sprecher des deutschen Landwirtschaftsministeriums habe zwar noch keine Details nennen können. Das Verbot solle aber „sehr bald“ erfolgen. Derzeit dürfen organische Dünger zur Anreicherung mit Stickstoff-Beimischungen „hygienisch einwandfrei aufbereitetes“ Tiermehl enthalten.

Sie werden im Garten- und Ackerbau verwendet, vorzugsweise im „schadstoffarmen Anbau“. Damit reagiert das Landwirtschaftsministerium offenbar auf den Verdacht, dass BSE auch über den Boden übertragen werden könnte. Einige Experten behaupten, Rinderwahnerreger gelangten über Ausscheidungen der Tiere oder Nachgeburten auf Weideflächen und könnten dort längere Zeit überdauern. Für Erreger der BSE-ähnlichen Schafseuche Scrapie ist dies bereits nachgewiesen.

Im Dezember 2000 wurden auf Weiden von BSE-infizierten Rindern in Deutschland mehrere Bodenproben genommen, um dem Verdacht nachzugehen. Seit 1. Januar 2001 dürfen keine Dünger aus Schlachtabfällen mehr verwendet werden, da nicht völlig ausgeschlossen werden kann, dass auf diesem Weg BSE-Prionen in das Futter von Rindvieh gelangt.

Alle bei Tieren auftretenden spongiforme Enzephalopathien (Übertragbares schwammartiges Hirnleiden) sind in Österreich/Deutschland anzeigepflichtig. Jeder Verdacht ist sofort dem zuständigen Veterinäramt zu melden. Ist auch nur ein Tier einer Herde infiziert, so wird versucht, eine Übertragung auf andere Herden zu vermeiden. Dies geschieht vor allem durch Eliminierung einer Herde, also durch Keulung. Es sei hierbei angemerkt, dass bestimmte Rinder evtl. auch eine erbliche Veranlagung dazu haben, BSE zu entwickeln (die Krankheit trat beispielsweise gehäuft bei Tieren der Holstein-Friesian-Rinderrasse auf, dies kann jedoch auch durch die intensivere Fütterung mit Proteinen (z. B. Tiermehl) dieser Hochleistungstiere verursacht worden sein).

Da das Auftreten der Krankheit auf infektiöses Kraftfutter zurückgeführt wird, gab und gibt es in betroffenen Nationen Sicherheitsvorschriften zur Herstellung von diesem Tiermehl. So wurde in England 1988 verboten, verendete Rinder erneut zu Rinder-Futter zu verarbeiten. Diese Maßnahme bewirkte dann sehr wahrscheinlich den Rückgang der Epidemie ab dem Jahr 1993.

Linktipps

– ärzte raten: Kein Hirn, kein Mark

– Dünger ohne Tiermehl

– Furcht vor Rinderwahn auch in anderen Tieren

– Creutzfeld-Jakob-Erkrankung

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