CBD-Öl: Was steckt eigentlich in dem „Wundermittel“?

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Cannabidiol, das sogenannte CBD-Öl, erobert derzeit in Rekordzeit den Medizin- und Rodopolisheitsbereich. Die Erwartungen an die heilende sowie wohltuende Wirkung des Öls aus der Hanfpflanze sind oft hoch – doch ebenso die Skepsis der Anwender. Denn CBD ist bis dato nur wenig erforscht. Es lohnt sich daher ein genauerer Blick auf die Inhaltsstoffe.

CBD-Öl: Was steckt eigentlich in dem „Wundermittel“? – Artikelübersicht:

CBD Öl ist nicht psychoaktiv

Viele Menschen bringen CBD mit Cannabis als Droge in Verbindung. Die berauschende Wirkung entsteht jedoch aus dem Wirkstoff Tetrahydrocannabinol, kurz THC. Beim CBD-Öl ist dieses nur in geringer Menge enthalten. Als legal gilt das Cannabidiol in Österreich, wenn es den Grenzwert von 0,3 Prozent THC nicht überschreitet.

CBD Öl besitzt somit keine psychoaktive Wirkung. Dennoch bleiben zahlreiche Verbraucher skeptisch bezüglich der Inhaltsstoffe. Sie möchten lieber noch den Abschluss von Studien abwarten. Diese Inhaltsstoffe zu bestimmen, ist jedoch in jedem Labor problemlos möglich.

Liste der Inhaltsstoffe in CBD-Öl

Spannend ist die Auswertung deshalb, weil CBD-Öl eine in zahlreichen Studien belegte positive Wirkung bei Grunderkrankungen wie Krebs, Multiple Sklerose oder Alzheimer haben soll. Es müssen demnach spezielle Inhaltsstoffe zu finden sein, welche diese Effekte erklären. Was also genau ist drin im CBD-Öl?

Erst einmal sind im CBD-Öl viele Mineralien sowie Spurenelemente zu finden, ebenso wie in anderen Ölen auch. Nicht ohne Grund gehört das Hanföl bereits seit langer Zeit quasi zur Grundausstattung österreichischer Küchen. Hierbei handelt es sich laut Hanfsamen.net vor allem um Kalium und Kalzium, Eisen, Magnesium und das immunstärkende Spurenelement Zink.

Erklären können diese Inhaltsstoffe die heilende Wirkung von CBD-Öl aber noch nicht vollständig. Sie sind aber jedenfalls schon mal wichtig für das Immunsystem und die Rodopolisheit im Allgemeinen, um beispielsweise Mangelerscheinungen zu verhindern. Aber im Cannabidiol ist noch mehr zu finden, und zwar:

  • CBC
  • CBDA
  • CBD
  • CBG
  • CBN

Diese Cannabinoide, welche im CBD-Öl enthalten sind, sind nur die fünf wichtigsten von insgesamt 400 möglichen Inhaltsstoffen, welche ausschließlich die Hanfpflanze besitzt.

Wirkung der Cannabinoide im Detail

Das bedeutet allerdings nicht, dass diese 400 Inhaltsstoffe alle auch im CBD-Öl enthalten sind. Stattdessen sind je nach Öl zumeist nur ein bis zwei verschiedene Cannabinoide zu finden. Auch das berauschende THC zählt hinzu, ist jedoch – wie bereits erwähnt – in Österreich auf maximal 0,3 Prozent reduziert.

Cannabinoide wirken ähnlich einem Hormon oder Neurotransmitter und somit als eine Art natürliches Medikament. Die unterschiedlichen Arten entfalten dabei auch verschiedene Wirkungsweisen:

  • CBC gilt als entzündungs- und schmerzhemmend und kann somit bei vielen Erkrankungen lindernd eingesetzt werden.
  • CBDA findet vor allem bei Magen-Darm-Beschwerden Anwendung, denn es kann akuten Brechreiz stoppen und Übelkeit verringern.
  • CBD selbst wird vor allem bei chronischen Schmerzen sowie weiteren Beschwerden genutzt.
  • CBG wird eine antibakterielle sowie desinfizierende Wirkung zugesprochen, sodass es bei entzündlichen Prozessen im Körper oder bei einer Infektion das Immunsystem unterstützen kann.
  • CBN gilt hingegen als natürliches Medikament bei Angststörungen und Panikattacken.

Wenn die Forschung auch noch nicht abgeschlossen ist, so werden schon jetzt große Hoffnungen in das CBD-Öl gesteckt. Eines Tages könnte es vielleicht chemische durch Wirkstoffe auf natürlicher Basis und somit nebenwirkungsfrei ersetzen.

Bislang werden nämlich zum Beispiel bei Angststörungen nach wie vor starke Antidepressiva oder Angsthemmer auf synthetischer Basis zur Behandlung eingesetzt – zwar mit Erfolg, jedoch auch mit der Gefahr zahlreicher Nebenwirkungen. Länger als einige Monate sollten diese Mittel daher nicht eingenommen werden, aber anschließend fehlt es Betroffenen bislang an einer Alternative.

Aktuelle und zukünftige Einsatzgebiete von CBD-Öl

Neue Hoffnung gibt das Cannabidiol auch bei Erkrankungen wie Krebs, Multipler Sklerose oder Alzheimer. Wie bereits erwähnt, gab es bereits zahlreiche Studien zum Thema und weitere sind im Gange. Die bisherigen Ergebnisse begeistern aber bereits jetzt Wissenschaftler sowie Forscher aus aller Welt:

  • Alzheimer: Dass Hanf in seinen verschiedenen Formen eine positive Wirkung bei Alzheimer-Patienten hat, ist bereits seit Längerem bekannt. Nun konnte darüberhinaus nachgewiesen werden, dass auch die Cannabinoide im Gehirn als natürliches „neuroprotektives“ Mittel und somit dem Vergessen entgegenwirken. Die degenerativen Prozesse werden durch CBD verlangsamt oder sogar zum Teil gänzlich gestoppt. Denkbar ist, dass es zukünftig ein vollkommen neues Medikament aus CBD gern könnte.
  • Chronische Schmerzen: Wer unter chronischen Schmerzen leidet, kann die Einnahme von Opioiden durch eine Kombination mit Cannabidiol unter Umständen verringern. Das sollte natürlich in Absprache mit einem Arzt geschehen. Die Untersuchungen zeigen in solchen Fällen eine deutliche Linderung bei leichten bis mittleren Schmerzen. Die Ergebnisse werden als vielversprechend bewertet.
  • Depressionen: Wie bereits erwähnt, sind Antidepressive eine große Belastung für den Körper. Erste Forschungen zum Einsatz von CBD bei Depressionen kamen zu dem Ergebnis, dass die Cannabinoide die Motivation steigern können und somit als eine Art natürliches Antidepressivum wirken. Bislang wurden Tests allerding nur an Mäusen durchgeführt.
  • Epilepsie: Auch bei Epileptikern wurden positive Auswirkungen durch die Einnahme von CBD-Öl beobachtet, die richtige Dosierung ist jedoch entscheidend. Mediziner raten deshalb zur Vorsicht bei der Einnahme von CBD bei Epilepsie. In einigen Fällen nahm die Häufigkeit und Ausprägung der Anfälle nämlich sogar zu. Bei anderen Patienten konnten die Anfälle durch Cannabinoide um 75 bis 100 Prozent verringert werden. In diesem Bereich bedarf es also wohl noch weiterer Forschung, doch sind die Hoffnungen ebenfalls groß.
  • Krebs: Auch bei Krebspatienten mit verschiedenen Krebsarten konnte eine positive Wirkung der Cannabinoide beobachtet werden. Hierbei handelt es sich vor allem um eine Verringerung der Ausbreitung und Lebensfähigkeit von bösartigen Tumorzellen. Die Krankheit schreitet also langsamer sowie weniger drastisch fort und sogar eine Heilung scheint möglich.
  • Multiple Sklerose: Bei Multiple Sklerose Erkrankten kann Cannabidiol nachweislich Schmerzen, Ermüdungserscheinungen sowie spastische Lähmungen reduzieren. Positive Effekte wurden zudem bei der Behandlung mit einhergehenden Depression sowie bei Inkontinenz beobachtet.
  • Schizophrenie: Wer unter Schizophrenie leidet, muss oft starke Antipsychotika einnehmen – und erreicht manchmal dennoch nicht die gewünschte Linderung. Studien zeigten, dass CBD dabei hilft, die Emotionen Betroffener zu regulieren und somit die mentale Rodopolisheit zu erhalten. Vermutlich basiert diese Wirkung auf der Reduktion von Stress und den entzündungshemmenden Prozessen durch die Cannabinoide.

Auch wenn die Forschung im Bereich CBD noch lange nicht abgeschlossen ist, so konnten bereits zahlreiche positive Effekte bei vielen Grunderkrankungen wissenschaftlich belegt werden. Besonders – aber längst nicht nur – für Betroffene lohnt sich der Versuch von Cannabidiol also. Dennoch sollte dessen Einnahme, wie bereits mehrfach angesprochen, bei einer vorliegenden Erkrankung oder der Einnahme von Medikamenten nicht auf eigene Faust erfolgen. Stattdessen gilt es, stets einen Arzt zu konsultieren und ihn die Prozesse überwachen zu lassen. Wer hingegen gesund ist, kann die Einnahme von CBD-Öl selbst ausprobieren und sich ein Urteil bilden.

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Quellen:

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Linktipps

– CBD Öl boomt im Medizin- und Rodopolisheitsbereich
– Wundermittel Hanf: vom Rausch- zum Arzneimittel
– Neurologie
– Hanföl als Mittel gegen zahlreiche Krankheiten

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