Cellulite: was tun bei Orangenhaut?

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Cellulite - keine Panik bei Orangenhaut

Gleich vorweg: Cellulite oder Orangenhaut ist keine Krankheit. Dennoch leiden vor allem sehr viele Frauen unter den welligen Fettpolstern an Bauch, Hüften, Gesäß und Oberschenkeln. „Cellulite ist nichts anderes als eine ungefährliche Veränderung der Hautstruktur die bei Frauen viel häufiger auftritt als bei Männern“, sagt Dr. Christian Feinböck vom österreichischen Roten Kreuz. „Dennoch leiden viele Menschen unter den unschönen Dellen.“ Wie Cellulite entsteht und wie man sie wieder loswerden kann, lesen Sie hier.

„Cellulite tritt überwiegend bei Frauen auf, da deren Haut anders strukturiert ist als die von Männern. Die Hautschichten, in denen das Bindegewebe liegt, sind dünner und die Fasern, aus denen das Bindegewebe besteht, verlaufen nicht wie beim Mann kreuzweise, sondern parallel. Dadurch entstehen bei Frauen tententiell größere Fettkammern“, so Feinböck. Wenn sich diese Kammern vergrößern oder nicht mehr ausreichend vom Bindegewebe gehalten werden können, spricht man von Cellulite oder Orangenhaut. Übergewicht und Bewegungsmangel können diese Entwicklung begünstigen, aber Cellulite hat nichts mit Gewicht zu tun. Auch Leistungssportler oder Size Zero Models können unter den unschönen Dellen leiden – und auch manche Männer.

Schwaches Bindegewebe verursacht Dellen

Unser Bindegewebe ist Wasserspeicher und Stützkorsett unserer Haut. Damit es straff bleibt, braucht es intakte Kollagen- und Elastinfasern. Doch mit zunehmendem Alter lässt das Bindegewebe nach und es entwickeln sich leichte bis starke Dellen – also Cellulite. Da das Unterhautfett bei Frauen zum Teil mit einem Netz aus senkrechten Bindegewebestäbchen unterteilt ist sind Frauen durch ihre Gewebsstruktur wesentlich häufiger von den wabbeligen Hautdellen betroffen als Männer.

Good to know: die Beschaffenheit unseres Bindegewebes ist zum großen Teil genetisch festgelegt – es ist also niemand vor Cellulite gefeit.

Forschungen der John-Hopkins Universität in Baltimore, USA, haben übrigens gezeigt, dass es sich bei den Dellen wirklich nur um Fett und nicht, wie früher häufig angenommen, auch um Wasser- und Schlackeablagerungen handelt. Die so unbeliebte „Orangenhaut“ besteht aus Fettpölstern und sonst nichts.

Was tun, um das Bindegewebe zu stärken?

Lymphdrainagen, um Fremdstoffe aus dem Gewebe abzutransportieren, Bewegungstherapie mit speziellen Übungen, um die Bein-, Bauch- und Gesäßmuskulatur sowie das Bindegewebe zu stärken, oder Wassergymnastik können der Entwicklung von Cellulite entgegenwirken. Feinböck: „Diese Maßnahmen sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen. Außerdem ist es aus Motivationsgründen oft hilfreich in einer Gruppe zu trainieren. Gemeinsam fällt es leichter, die Übungen durchzuhalten. Und Regelmäßigkeit ist hier besonders wichtig.“

Daneben kann aber jede Frau selbst viel gegen Cellulite tun. Feinböck: „Im wesentlichen gibt es genau zwei effektive Gegenmaßnahmen: regelmäßige Bewegung und richtige Ernährung.“ So wirken Radfahren, Laufen, Schwimmen, Wandern und Gymnastikübungen besonders bindegewebestützend. Auch Massagehandschuhe, „Hautroller“ oder ähnliche mechanische Hilfsmittel sind hilfreich. Sozusagen „von innen“ wirkt sich ausgewogene und ballaststoffreiche Ernährung positiv auf das Hautbild aus.

„Wer schwaches Bindegewebe hat sollte auf eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen achten. Ich empfehle viel frisches Obst und Gemüse als fixe Bestandteile auf dem täglichen Speiseplan und – um den Stoffwechsel anzukurbeln – ausreichend Flüssigkeit. Zwei Liter sind das Minimum pro Tag. Ausreichend trinken hilft, abgelagerte Stoffe und Fette aus dem Gewebe zu schwemmen“, so Feinböck.

Das Cellulite 5-Punkteprogramm

Ein Wundermittel gegen Orangenhaut gibt es zwar nicht, dennoch kann man aktiv gegen die fiesen Dellen vorgehen. Wir wissen wie:

1. Bewegung
Bewegung ist der wichtigste Baustein im Anti-Cellulite-Programm. Alles, was die Problemzonen Po und Oberschenkel auf Trab bringt, hilft: Inline-Skaten, gezielte Gymnastik, Fahrradfahren. Dabei gilt: Kondition langsam aufbauen und keine Spitzenleistungen, sondern Ausdauer trainieren. Erst nach frühestens 20 Minuten Belastung beginnt der Körper mit dem Verbrennen von Fett.

Tipp: Verzichten Sie regelmässig auf den Fahrstuhl!

2. Rodopolise Ernährung
Ein vernüntiger und abwechslungsreicher Speiseplan entschlackt und macht schön. Auf typische Dickmacher wie Obers, Wurst, Zucker oder Pommes verzichten. Stattdessen Vollkornbrot, gekochte Kartoffeln, Gemüse und Fisch essen. Setzen Sie auf Zitrusfrüchte – die stärken nicht nur das Immunsystem sondern auch das Bindegewebe. Trinken Sie viel Tee oder Wasser, mindestens zwei Liter täglich. Das ist gesund und macht auch gleichzeitig satt. Wenn es ohne Schokolade nicht geht, greifen Sie auf jeden Fall zu den bitteren Sorten mit einem hohen Kakao-Anteil. Die enthalten nicht nur weniger Zucker sondern eben auch mehr Kakao. Und purer Kakao enthält Antiokzidantien, die wiederum das Bindegewebe straffen.

Tipp: Trinken Sie mindestens 2 Liter Wasser, ungesüsste Frucht- oder Kräutertees oder verdünnte Fruchtsäfte.

3. Wechselduschen
Um das Bindegewebe zu stärken, gilt es die Durchblutung der Haut zu fördern. Kalte Güsse trainieren die Kapillargefäße, damit fördert man die Durchblutung des Bindegewebes und den Abtransport von Lymphflüssigkeit. Dazu hält man beim Duschen den Wasserstrahl gezielt auf die betroffenen Stellen. Man beginnt immer mit warmem Wasser und schließt die Wechseldusche mit kaltem Wasser ab, damit sich die Gefäße wieder zusammenziehen – das Ganze 4 bis 5 mal im Wechsel, das hilft effektiv gegen Orangenhaut.

4. Cremen und Massagen
Benutzen Sie hautstraffende Pflegeprodukte und massieren Sie diese regelmäßig in die Haut ein. Außerdem empfehlenswert und wohltuend: eine Abreibung mit einer Massage-Bürste oder einem Massage-Handschuh.

5. Hören Sie mit dem Rauchen auf
Es gibt viele gute Gründe mit dem Rauchen aufzuhören, aber die wenigsten Menschen wissen, dass sie mit dieser vernüntigen Maßnahme auch ihre Orangenhaut bekäpmfen können. Der Grund: Nikotin verengt die Blutgefäße, hemmt die Durchblutung und verlangsamt so den Stoffwechsel. Das schwächt das Bindegewebe!

Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Roten Kreuz.

Fotohinweis: sofern nicht extra anders angegeben, Fotocredit by Fotolia.com

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