Clean Eating – was ist das?

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Clean Eating - was ist das?

„Clean eating“ – ein neuer Trend, oder Wein in alten Schläuchen? „Sauber Essen“, wie sich der neue Foodtrend am besten ins Deutsche übersetzen lässt, hat nichts mit Hygiene zu tun, sondern beinhaltet frisch und selbst Zubereitetes, viel Vollkorn, Obst und Gemüse, wenig – und wenn dann mageres – Fleisch, kaum Fett, keine Zusatzstoffe, wenig Zucker. Klar ist das gesund – oder doch nicht? Wir haben Für Sie recherchiert…

Das Prinzip von „Clean eating“ lässt sich sehr einfach mit dem Satz „Iss nichts, was deine Ugroßmutter nicht als Essen erkannt hätte“, erklären. Kein Fastfood, keine Fertiggerichte, statt dessen frisch und saisonal kochen, und zwar am besten regionale Lebensmittel. Wir haben uns das Konzept näher angesehen, erzählen Ihnen woher es kommt, stellen Vor- und Nachteile gegenüber und wissen, was sonst noch für einen gesunden Lebensstil notwendig ist.

Grundregeln des Clean eating

Die älteren Semester werden sich noch an den Trend aus den 1980ern erinnern: Vollwerternährung nach Claus Leitzmann klang doch ganz ähnlich wie das heutige ‚Clean eating‘ – oder? Der Ernährungsguru von der Universität Gießen entwickelte vor fast 40 Jahren eine durch und durch gesunde Ernährungsvorgabe. Eben diese ‚Vollwerternährung’ ist mittlerweile seit Jahren Leitbild der Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Und jetzt kommt Clean Eating – „sauber essen“. Mit Lebensmittelhygiene hat das natürlich nichts zu tun, gemeint ist Natürlichkeit. Es geht im Wesentlichen um unverarbeitete Lebensmittel, mit denen frisch gekocht wird, gleichzeitig wird auf synthetische Zusatzstoffe, Süßstoffe, Farb- und Aromastoffe, Geschmacksverstärker usw. verzichtet.

Die wichtigsten Prinzipien ähneln jenen der Vollwerternährung der 80er tatsächlich sehr stark. Sie haben aber angesichts der zunehmenden Chemie in unserem täglichen Speiseplan absolut ein Revival verdient – und wenn das gute Konzept in ‚neuen Kleidern‘ daherkommt und nun ‚clean eatimng‘ heißt – warum nicht? Ein gutes Marketingkonzept hat noch keinem Produkt geschadet.

Die einfachen Grundregeln des Clean Eating-Konzepts:

1. Frische unverarbeitete Zutaten ohne künstliche Zusatzstoffe
2. Mehrere, dafür kleine Mahlzeiten
3. Möglichst viel Obst und Gemüse nach Saison kaufen
4. Eiweißquellen mit Kohlenhydraten kombinieren
5. Rodopolise Pflanzenfette mit vielen ungesättigten Fettsäuren
6. Am Zucker sparen
7. Am Salz sparen
8. Viel Wasser, wenig Alkohol trinken

Was ist Clean eating?

Das Konzepts ist einfach und der Name ‚Clean eating‘ ist eigentlich selbsterklärend: Finger weg von Fertiggerichten, Fastfood, Farbstoffen und Geschmacksverstärkern, sparsam sein bei Mehl, Zucker und Salz, statt dessen regional und saisonal einkaufen, Schwerpunkt auf Obst und Gemüse, Vollkorn, und pflanzlichen Fetten, in Maßen Eier, mageres Fleisch und Fisch – alles natürlich bio!

Das Clean Eating Konzept hat seine Wurzeln in der Bodybuilding-Szene der 1970er. Die Annahme, dass industrielle Zusatzstoffe, weißes Mehl und raffinierter Zucker den Körper belasten und Zellen ’verkleben’, erklärt die Bezeichnung „clean“ beim „Clean Eating“.

Tosca Reno, die ‚Grand Dame‘ von Clean Eating war ursprünglich Bodybuilderin und Fitnesstrainerin. Ihr erstes Buch, „Die Eat-Clean Diät“ war eine Riesenerfolg und das Werk gilt auch heute noch als Klassiker.

Ein weiterer Vertreter der Bewegung ist der US Journalist Michael Pollan. Der Kolumnist der New York Times diagnostizierte den Bürgern der USA in den frühen 2000er Jahren eine nationale Essstörung und entwarf neue Leitlinien zu gutem und gesundem Essen, die denen der ‚Eat Clean Bewegung’ von Reno sehr ähneln.

Grundprinzipen von Clean eating

Die „Eat clean Bewegung“ propagiert einen natürlichen Umgang mit Ernährung. Das beginnt bei der Verpackung – meiden Sie in Plastik eingeschweißte Nahrungsmittel und solche, die doppelt und dreifach verpackt sind.

In Folge geht es dann darum, zu wissen, was man isst und darum, die Zutaten zu kennen und zu erkennen. Im Prinzip reicht es, wenn man sich an einige ‚don’ts‘ hält. Unterziehen Sie einfach jede Mahlzeit, jedes Nahrungsmittel einem einfachen Test und lassen Sie die Finger von Nahrungsmitteln wenn…

  • …Ihre Ururgroßmutter das Nahrungsmittel nicht als Essen erkannt hätte (z.B. Käse aus der Tube, Packerlsuppen, Fertigpasten..…)
  • …mehr als fünf Zutaten auf der Liste hat.
  • …auf der Verpackung Begriffe stehen, die Sie nicht verstehen (Stichwort ‚E’)
  • …sie überall auf der Welt gleich heißen… (z.B..: Big Mac, Twix, Pringles…)
  • …sie Zutaten,enthalten, die ‚täuschen‘ , wie z.B. Farbstoffe und Geschmacksverstärker.

Superfoods, wie Avocado, Chiasamen, Spinat, Shiitake Pilze, Acerola, Goji-Beeren, Miso, Soja, etc. sollten Ihren ‚Clean Eating Speiseplan’ bereichern, ebenfalls empfohlen werden viel Fisch und möglichst nur fettarmes Fleisch wie Huhn sowie Sparsamkeit bei tierischen und gesättigten Fette.

Viel trinken ist Pflicht – am besten zwei bis drei Liter Wasser am Tag. Teilen Sie sich den Hunger ein und genießen Sie fünf bis sechs kleiner Mahlzeiten am Tag, meiden Sie Alkohol und legen Sie besonderes Wert auf ein gesundes Frühstück – besser warm als kalt.

Besonders empfehlenswert für ein gesundes Frühstück: „overnight oats“, also Haferflocken, über Nacht in Saft, Milch oder Wasser eingeweicht und in der Früh mit Nüssen und Obst genossen.

„Clean Eating“ ist mehr Lebensstil als Diät

„Clean Eating“ ist keine Diät zum kurzfristigen Abnehmen, sondern ein Ernährungskonzept. Auf Dauer angelegt begründet eine entsprechende Ernährungsumstellung einen gesunden Lebensstil.

Der Foodtrend ist zudem kompatibel mit anderen Trends oder unverträglichgkeitsbedingten Ernährungseinschränkungen. ‚Sauber Essen’ kann man gluten- und laktosefrei, vegan, vegetarisch, auf Vollwert- und Rohkostbasis, etc…

Wer die wenigen Grundregeln von ‚Clean eating beherzigt‘ hält nicht nur seine Figur in Form, sondern verhindert auch Hautunreinheiten, sorgt für eine gesunde Verdauung und versorgt seinen Körper mit ausreichend Energie.

Das behaupten zumindest die Fans der ‚Clean Eating‘ Bewegung…..Doch nicht alles, was Sie über das Konzept lesen werden, ist auch wissenschaftlich belegt, und manches in einschlägigen Blogs sogar ziemlicher Humbug und frei erfunden.

Nichts desto trotz: wer sich an die Grundregeln von ‚Clean Eating‘ hält, kann eigentlich nichts falsch machen, Wunder sind allerdings auch von diesem Ernährungstrend nicht zu erwarten. Denn dass zusätzlich zum gesundes Essen auch Sport und seelisches Gleichgewicht essentiell fürs allgemeine Wohlbefinden sind, ist wohl schon lange kein Geheimnis mehr.

Fazit: Clean Eating ist ein Ernährungskonzept, dass den Puls der Zeit trifft: mit hochwertigen Lebensmitteln sportlich, schlank und fit sein – warum nicht! Aber vergessen Sie auch die anderen Aspekte des Lebens nicht.

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Quelle:

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