Arthrose: auf die richtige Diagnose kommt es an

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Arthrose: Abnützung der Gelenksknorpel

Zahlreiche Arthrose-Kranke gehen nicht oder erst lange Zeit nach den ersten Beschwerden zum Arzt. Sie nehmen die ersten Anzeichen nicht ernst. Dieses fehlende Bewusstsein führt dazu, dass Patienten Schmerzen erleiden müssen, die durch die richtige und zeitgerechte Behandlung ganz leicht zu vermeiden wären. Die „Bewegung gegen Arthroseschmerz“, eine Ärzteplattform von Rheumatologen, Orthopäden und Gastroenterologen, gibt praktische Tipps, welche Punkte beim Erstgespräch mit dem Arzt zu beachten sind.

„Mit der Ansicht, dass es sich bei den Schmerzen um harmlose Wehwehchen handelt, die ganz einfach im Alter auftreten können, muss ein für allemal aufgeräumt werden. Je früher eine ganz individuell auf den Patienten abgestimmte Therapie beginnt, umso besser sind die Behandlungserfolge“, so Dr. Thomas Schwingenschlögl, Rheumatologe der Ärzteplattform „Bewegung gegen Arthroseschmerz“.

Arthrose ist eine chronische, schmerzhafte, zunehmend funktionsbehindernde Gelenksveränderung infolge eines Missverhältnisses zwischen Tragfähigkeit und Belastung; es handelt sich um eine degenerative Gelenkerkrankung. Im Gegensatz zur Arthritis sind bei der Arthrose die Gelenke nicht entzündet, sondern abgenutzt.

Nicht zu unterschätzen: Die Beziehung zwischen Arzt und Patient. Gerade bei den komplexen Rheumaerkrankungen – in Österreich sind 2 Millionen Menschen betroffen – ist die Arzt-Patientenbeziehung sehr wichtig. Nur in einem partnerschaftlichen Verhältnis kann der Arzt dem Arthrose-Kranken die richtige Diagnose stellen und in weiterer Folge über Vor- und Nachteile unterschiedlicher Therapien und Medikamente aufklären.

So meint Univ.-Prof. Dr. Heinz Hammer, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie an der Universitätsklinik Graz, über die derzeit auf dem Markt erhältlichen Antirheumatika: „Eine von der Bewegung gegen Arthroseschmerz im Vorjahr durchgeführte Patienten-Umfrage hat ergeben, dass beinahe 40 % der Befragten mit herkömmlichen Schmerzmitteln, mit so genannten NSAR, behandelt werden. Diese Antirheumatika sind zwar entzündungshemmend und schmerzlindernd, rufen aber bei längerer Einnahme oft Schäden am Magen- und Darmtrakt hervor. Coxibe stellen eine neue Medikamentengruppe dar, die bei gleicher Wirkung eine bessere Verträglichkeit haben.“ Die meisten Patienten wissen über diese magenschonende Alternative nicht Bescheid. Der Grund dafür: Die Gesprächsbasis zwischen Arzt und Patient funktioniert nicht.

Tipps für ein erfolgreiches Erstgespräch

Damit die Kooperation zwischen Patient und Arzt von Anfang an klappt, sollte der Arthrose-Kranke folgende Hinweise beachten: Eine wichtige Basis für die Diagnose stellt die Vorgeschichte der Krankheit dar. Bei der Anamnese steht die Beschreibung der Schmerzen im Mittelpunkt. Intensität und Häufigkeit müssen dem Arzt detailliert mitgeteilt werden. Das Gelenk, bei dem die Beschwerden auftreten, und die Bewegungen, die sie hervorrufen, sollte der Betroffene dem Arzt exakt zeigen. Symptome wie Gelenksteifigkeit, Anlaufschwierigkeiten, Gelenkgeräusche bei Belastung, Bewegungseinschränkung, plötzliche Bewegungsausfälle und Kraftlosigkeit sind erste Anzeichen, die auf eine Gelenksabnutzung hindeuten.

Im Erstgespräch interessieren den Arzt auch die Lebensumstände des Patienten. Stresssituationen und psychische Belastungen wirken sich auf die Erkrankung oft sehr negativ aus und müssen daher bei der Diagnose unbedingt berücksichtigt werden. Zusätzlich zum Erstgespräch führt der Arzt eine umfangreiche körperliche Untersuchung durch. Laboruntersuchungen helfen schlussendlich, die Diagnose zu präzisieren.

Über die Bewegung gegen Arthroseschmerz

Die Bewegung gegen Arthroseschmerz ist eine Initiative von drei Rheuma-Experten. Dr. Thomas Schwingenschlögl, Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie in Wiener Neudorf, Univ.-Prof. Dr. Hugo-Axel Wanivenhaus, stellvertretender Vorstand der Universitätsklinik für Orthopädie am Wiener AKH, und Univ.-Prof. Dr. Heinz Hammer, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie an der Grazer Universitätsklinik, bemühen sich um die ausführliche Aufklärung über die Volkskrankheit Nr. 1. Gemeinsam setzen sie sich für ein ganzheitliches Therapiekonzept ein. Dieses sieht neben der Behandlung mit Knorpelschutzpräparaten und Antirheumatika, wie die gut verträglichen Coxibe, auch physikalische Maßnahmen, bewusste Ernährung und die Empfehlung korrigierender oder – wenn die Erkrankung doch schon sehr weit fortgeschritten ist – auch Gelenksersatz-Operationen vor.

Linktipps

– Physiotherapie: Infos von A bis Z
– Kältetherapie (Kryotherapie)
– Krankheitslexikon: Rheuma

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