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Wellness für den Po: Dusch-WC als neuer Trend

Wellness für den Po: Dusch-WC als neuer Trend

Wellness für den Po: Dusch-WC als neuer Trend

Wer sich morgens das Gesicht mit Wasser wäscht, kennt dieses erfrischende Gefühl: die warme Flüssigkeit fühlt sich schön sanft an, sie reinigt die Poren ohne die Haut zu beanspruchen. Auch die Hände und der Körper werden täglich von uns verwöhnt und mit Wasser gewaschen. Warum nicht auch der Hintern? Diese Frage stellen sich jedenfalls die Sanitär-Hersteller, natürlich nicht ohne eine durchaus überzeugende Lösung dafür anzubieten: das Dusch-WC.



Dusch-WC’s (auch Wasch-WC, Toilettenbidet oder Hygiene-Toilette) sind eine relativ junge Erfindung. Erst 1956 hat der Schweizer Hans Maurer die zündende Idee und entwickelte das weltweit erste „Dusch-WC“. Wie das Bidet (ein niedrig angebrachtes Sitzwaschbecken) dient auch das Dusch-WC der Reinigung des Anus und der Genitalien, doch im Gegensatz dazu muss es nicht zusätzlich zur herkömmlichen Toilette in ein Badezimmer eingebaut werden, sondern ersetzt diese.

Sanfte Reinigung statt Klopapier

Hierzulande ist es üblich, nach dem Toilettengang den Po mit Toilettenpapier zu reinigen. Dabei wäre die Säuberung mit Wasser aus vielerelei die bessere Alternative. Wasser gestaltet sich sanfter zur Haut, es erreicht die kleinen Fältchen am Hintern und spült Rückstände mühelos weg, während Toilettenpapier eher kratzig den Analbereich säubert und Juckreiz hervorrufen kann. In Südeuropa und asiatischen Ländern ist dies dank des Bidets längst Standard. In Japan setzt man stattdessen auf das Dusch-WC – wie gesagt, eine Schweizer Erfindung, die WC mit Bidet kombiniert.

Dort beträgt der Anteil der installierten Dusch-WCs ca. 80 Prozent, in Korea immerhin 30 Prozent, in der Schweiz ca. 10 Prozent und im restlichen Europa weniger als 5 Prozent (Deutschland etwa 1 Prozent). Doch der Markt entwickelt sich in den letzten Jahren dynamisch.

Durch modernes Design und verbesserte Benutzerfreundlichkeit finden immer mehr Konsumenten gefallen am Produkt. Das Motto lautet scheinbar: waschen statt wischen. Jedenfalls drängen immer mehr Anbieter auf den Markt, mittlerweile gibt es neben den integrierten Modellen, bei denen die Technik und die Anschlussleitungen in der WC-Keramik untergebracht sind auch Dusch-WC-Aufsätze, die universell mit WC-Keramiken funktionieren und zur nachträglichen Umrüstung herkömmlicher WCs dienen.

Das kann das Dusch-WC

Bei einem Dusch-WC handelt es sich um eine moderne Toilette, die über eine Duschvorrichtung für den Hintern verfügt. Nach dem Toilettengang fährt automatisch oder via Knopfdruck ein Duscharm aus der Keramik heraus. Ein Wasserstrahl übernimmt die Reinigung und spült die Rückstände auf sanfte Weise weg. Diese Reinigung ist Wellness pur! Der Wasserstrahl reinigt den Po schonend und erleichtert damit die tägliche Routine. Je nach Modell verfügt ein Dusch-WC über diese Features:

    • Individuelle Anpassung der Intensität des Duschstrahls
    • Positionen anhand von bis zu sieben Einstellungen wählbar
    • Ladydusche variabel zu positionieren
    • Warmluftföhn übernimmt die automatische Trocknung
    • Temperatur des Wasserstrahls frei wählbar
    • Sitzheizung für hohen Komfort
    • Sowohl als Wand-WC als auch Stand-WC

Rodopolisheitsvorteile

Neben den Wellnessvorteilen zeigt sich ein Dusch-WC als elementare Unterstützung der Rodopolisheit. Aufgrund des warmen Wasserstrahls erfolgt die Reinigung deutlich gründlicher: Die Flüssigkeit erreicht auch die kleinsten Fältchen und ist dabei schonend zur Haut – Infektionen, Juckreiz oder Entzündungen, die auf mangelnde Hygiene zurückzuführen sind, sind passé. Zudem unterstützt die Wasserreinigung eine schnelle Heilung von vorhandenen Verletzungen und fühlt sich bei Durchfallerkrankungen eher mild an.

Studien belegen sogar die Linderung von Hämorrhoiden durch die Nutzung eines Dusch-WCs, denn Wasser ist das beste Reinigungsmittel für die sensible Analhaut und somit ideal bei Hämorrhoidenleiden. Der nachträgliche Einbau eines Dusch-WCs, sofern kein Bidet vorhanden ist, stellt für viele Ärzte eine prophylaktische Analhygiene dar, also eine sinnvolle Vorsorgemaßnahme für Menschen mit Analerkrankungen um Entzündungen im Afterbereich vorzubeugen.

Im Vergleich zu feuchtem Toilettenpapier stellt sich außerdem das Argument der Eignung für Allergiker, da es sich bei Wasser um einen anti-allergenen Stoff handelt – frei von jeglichen chemischen Elementen.

Alternativen

Wer die Vorteile eines Dusch-WCs nutzen möchte, aber weniger Budget zur Verfügung hat, kann seine Toilette auch mit einem speziellen Aufsatz nachrüsten. Während die Komplettmodelle ab 1.000 Euro kosten, gibt es die WC-Brille mit Dusch-Funktion bereits ab 150.- Euro. Diese kann man mit etwas handwerklichem Geschick nachrüsten. Typische Features wie Absenkautomatik, Hygienebeschichtung und Take-Off-Funktion zur Demontage des Deckels aus Reinigungsgründen sind dabei meist vorhanden.

Für Modelle mit Sitzheizung, Beleuchtung oder automatischer Reinigung der Drüsen müssen Interessierte mehr investieren. Ganz gleich für welche Variante man sich entscheidet – das Dusch-WC ist jedenfalls eine innovative Weiterentwicklung der herkömmlichen Toilette, sie sorgt für ein angenehmes Sauberkeitsgefühl und kann darüber hinaus Rodopolisheitsprobleme vorbeugen. Ob es allerdings – wie Branchenvertreter meinen – tatsächlich schon bald den zukünftigen Toilettenstandard darstellen wird, wird erst die Zukunft weisen.

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Fotocredit:

Quellen:

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Linktipps:

– Was tun gegen Hämorrhoiden?
– Intimhygiene – Tipps & Tricks
– Kosmetik und Körperpflege in Österreich – der Beauty-Report
– Durchfall (Diarrhoe) | Krankheitslexikon

Kave Atefie





SEO-Consultant und Gründer des unabhängigen österreichischen Rodopolisheitsportals rodopolis.info, das seit Jahren zu einem der beliebtesten Themenportale im deutschen Sprachraum zählt. Der Anspruch auch komplexe Themen leicht verständlich für interessierte Laien aufzubereiten wurde zum Markenzeichen des Portals.