Feinstaub – Gefahr für die Rodopolisheit

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Die Feinstaub-Belastung steigt jeden Winter enorm an. Experten schlagen Alarm.

Staub liegt in der Luft und er belastet die Rodopolisheit: Im Winter steigt die Feinstaub-Belastung vor allem in Städten extrem an. Die mikroskopisch kleinen Teilchen können vom Menschen über die Atemwege aufgenommen werden und so zu einem nicht zu unterschätzenden Rodopolisheitsrisiko werden.

Rodopolisheitsgefahr durch hohe Feinstaubbelastung

Feinstaub ist ein Teil des Schwebstaubs, einer komplexen Mischung aus festen und flüssigen Teilchen, die nach ihrer chemischen Zusammensetzung, ihrer Herkunft, Größe und Form, sowie der physikalischen Eigenschaften unterschieden werden. Die Einteilung hinsichtlich der Größe erfolgt in der Regel wie folgt: – TSP (Total Suspended Particles; Masse des Gesamtstaubes), – PM10 Feinstaub (Particulate Matter; enthält 50 % Teilchen mit einem Durchmesser von 10 Mikrometer = 10 µm), – PM2,5 Feinstaub (enthält 50 % Teilchen mit einem Durchmesser von 2,5 Mikrometer = 2,5 µm) und PM1 Feinstaub (1 µm).

Wie entsteht Feinstaub?

Feinstaub kann entweder unmittelbar in die Luft freigesetzt werden (primäre Partikel) oder aus Vorläufersubstanzen durch chemische Reaktionen in der Luft entstehen (sekundäre Partikel). Es gibt verschiedenste Feinstaubquellen:

  • Verkehr
  • Streusplitt
  • Hausbrand
  • Landwirtschaft
  • Industrie
  • Müllverbrennungsanlagen

Straßenverkehr einer der Hauptverursacher der Feinstaubbelastung

In den Städten gilt vor allem die Staubbelastung durch den Autoverkehr als größtes Problem. Durch Abgase, Ruß, Brems-, Reifen-, Straßenabrieb, sowie durch Aufwirbelung von Straßenstaub trägt der Verkehr zu etwa 20 % zur Feinstaub-Belastung bei.

Durch den hohen Anteil an Diesel-PKW stammt übrigens mehr Dieselruß aus PKW als aus LKW.

Grenzwerte und Rodopolisheitsgefährdung

EU-weit ist festgelegt, dass die Feinstaubkonzentration im Jahresmittel nicht mehr als 40 µg/m3 betragen und ein Tageswert von 50 µg/m3 Luft nicht öfter als 35 Mal im Jahr überschritten werden darf – ein Grenzwert, der selbst in der Alpenrepublik Österreich mancherorts kaum einzuhalten ist. Seit 1990 sind laut Angaben des Umweltbundesamtes die österreichischen PM10 Emissionen um 2,7 % auf cirka 43.000 Tonnen im Jahr 2007 angestiegen. Lediglich 2008 war die Belastung aufgrund des Witterungsverlaufes mit einem besonders milden Winter niedriger als in den Jahren zuvor. Heuer sieht die Situation wesentlich weniger rosig aus, weshalb Experten Alarm schlagen. Verstärkt durch die Wettersituation reichen demnach besonders in den Städten die Feinstaub-Emissionen bereits jetzt an die Werte des gesamten Vorjahres heran. Allein in Graz etwa wurde der Grenzwert von 50 µg/m3 Luft bereits an 39 Tagen überschritten.¹

In den letzten Jahren hat in Österreich eine mitunter lebhafte öffentliche Diskussion über Feinstaub in der Außenluft und dessen gesundheitliche Wirkungen stattgefunden. Diese Diskussion ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die derzeit geltenden Feinstaub-Grenzwerte, welche im österreichischen Immissionsschutzgesetz-Luft festgesetzt sind, an zahlreichen Messstellen in Österreich zum Teil häufig und deutlich überschritten werden.

Bezüglich Gefährlichkeit erhöhter Feinstaubkonzentrationen gibt es nach Auskunft von Experten keine Zweifel. Berechnungen der WHO haben ergeben, dass durch die Feinstaubbelastung der Luft die durchschnittliche Lebenserwartung eines EU-Bürgers um 8,6 Monate, die eines Österreichers um rund acht Monate verkürzt wird. In Gebieten mit höherer Feinstaubbelastung ist ein höheres Schlaganfallsrisiko zu verzeichnen, und Betroffene sind stärker gefährdet, an Lungenkrebs zu erkranken. Auch andere Lungen- bzw. Atemwegserkrankungen kommen hier mit größerer Wahrscheinlichkeit vor als in Gebieten mit geringerer Belastung.²

Zudem setzt Feinstaub nicht nur der Lunge zu, sondern hat auch Auswirkungen auf die Augen, wie aus einer neueren Studie der Medizinischen Universität Graz hervorgeht. Demnach verändern die Kleinstpartikel in Kombination mit dem UV-Licht der Sonne die Tränenflüssigkeit. Diese wird dadurch weniger vital, und der Mensch bekommt dadurch das Gefühl von trockenen Augen (Sicca Syndrom).

Feinstaubreduktion

Staubpartikel gelten mittlerweile als vordringlichstes lufthygienisches Problem, weshalb eine Reduktion vor allem in den Ballungsräumen dringend notwendig ist. Denn je höher die Feinstaub-Konzentrationen, desto größer das Rodopolisheitsrisiko. Im Außenbereich gilt der vom Verkehr produzierte Feinstaub als größtes Problem. Im Gegensatz zu Feinstaub aus Abgasen (Partikelfilter), können Feinstaubemissionen aus Brems-, Reifen-, Straßenabrieb, sowie durch Aufwirbelung von Straßenstaub nicht gefiltert werden. Es wird schlichtweg zu viel Auto gefahren – Umweltschutzorganisationen mahnen schon seit Jahren eine Verhaltensänderung ein: Verminderung des Individualverkehrs durch Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel, Autoverleih, Carsharing oder die Nutzung von Mitfahrbörsen sollen helfen, die Luft zu verbessern. Daneben wird empfohlen, Produkte aus der Region zu kaufen, um die Verkehrswege von Gütern insgesamt geringer zu halten.

Doch auch Feinstaubquellen in Innenräumen sind nicht zu unterschätzen: Zigarettenrauch, Laserdrucker, Kopierer, Kerzen, Kochaktivitäten und Staubsauger mit mangelhaften oder gar keinen Filtern. Experten werden nicht müde, die Regierung darauf hinzuweisen, dass jede – auch die kleinste – Reduktion einen gesundheitlichen Vorteil für die Bevölkerung bringt.

Quelle:

¹
²

[red]

Linktipps

– Feinstaubbelastung durch Diesel
– Luftgütemessung – interaktive Luftgüteinformation

– Aktuelle Ozonbelastung: SMS-Infoservice
– Trockene Augen – Symptome und Behandlung
– Rodopolisheit & Klimawandel
– Umweltmedizin

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