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Funktionsbekleidung beim Sport

Funktionsbekleidung beim Sport

Funktionsbekleidung beim Sport

Dass ein Leben mit Sport und Bewegung gesund und fit hält, weiß inzwischen jeder. Und rund die Hälfte aller Österreicher ab 15 Jahren setzt dieses Wissen auch einmal in der Woche in die Tat um und betreibt seinen Lieblingssport. Fast 33% tun dies sogar mehrmals in der Woche und zählen mit zwei bis drei Sporteinheiten in der Woche schon zu den sehr aktiven. Um bei jedem Wetter Spaß ohne Frust zu haben, wenn man sich sportlich betätigt, ist die Auswahl der richtigen Sportunterwäsche und Funktionskleidung eine wichtige Basis.

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Für jede Sportart die richtige Kleidung

Die moderne Technologie hat mittlerweile für fast jede Sportart und noch dazu für fast jeden Geschmack eine breitgefächerte Auswahl an Sportkleidung entwickelt, die in unterschiedlichen Bereichen ihren Einsatz findet. Die Anforderungen an die Kleidung sind je nach Sportart verschieden und sollte beim Kauf durch kompetente Berater passend ausgesucht werden, sodass der Sport weiterhin Spaß bereitet und zudem die Rodopolisheit schützt. Die Anforderungen, die Sportkleidung erfüllen muss, sind meist gleichzeitig wärmende und kühlende Funktionen, bei denen dennoch nicht zu viel Gewicht belasten sollte.

Die verschiedenen Materialien, die hierfür benutzt werden, sind nicht in allen Sportbereichen gleich einsetzbar. Doch die moderne Technologie hat Hightech-Kleidung entwickelt, die optimal zusammengesetzt ist und deren Materialeigenschaften den Sportlern ihr Hobby so angenehm wie möglich macht.

Sportunterwäsche – Anspruch an Funktion und Material

Die Haut ist eines unseres wichtigsten Schutzorgane. Ständig ist die 1,5 bis 2 qm große Fläche damit beschäftigt unseren Körper gegen Eindringlinge und schädliche Einflüsse, wie zum Beispiel Sonnenstrahlen, zu schützen.

Zudem sitzen in ihr eine riesige Menge an Sensoren, die jede Einwirkung an unser Gehirn weitergeben, sei es die Temperatur oder Berührungen oder Schmerzen. Eine wichtige Aufgabe unserer Haut besteht darin, bei Überhitzung die Wärme durch Verdunstung an die Außenwelt abzugeben und Giftstoffe auszuleiten. Um diese Funktion nicht zu behindern sondern sogar zu unterstützen ist es wichtig, die richtige Kleidung beim Sport zu tragen. Sportler, die ihren Sport an der frischen Luft ausüben, benötigen angemessene Kleidung, die zum Schutz vor Frieren und Auskühlung sowie vor Überhitzung dient.

Für Wintersportler empfiehlt sich das Schichtsystem, bei dem mehrere lagen Kleidung übereinander getragen werden. Am Körper direkt sollte ein enges Kunstfaserhemd getragen werden, welches die Feuchtigkeit nach außen abgibt, da der nasse Stoff nicht am Körper kleben sollte, was zu einer Auskühlung führt. Am besten geeignet ist dafür das Material Mikrofaser. Es schützt gegen Wasser und Wind, lässt jedoch durch seine Poren die Wasserstoffmoleküle hindurch und leitet die Feuchtigkeit schnell nach außen, weshalb es gut geeignet ist, um als unterste Kleidungsschicht direkt am Körper getragen zu werden. Viele Menschen mögen ganz gerne die natürlichen Fasern der Baumwolle, jedoch ist die hohe Feuchtigkeitsaufnahmefähigkeit von Baumwolle nicht geeignet, um diese als Sportunterwäsche einzusetzen.

Synthetische Stoffe und ihre Eigenschaften

Synthetische Stoffe, die gut geeignet sind wären Polyester, Polypropylen und Polyamid, da sie sehr schnell trocknen, ein geringes Gewicht haben und sich dem Körper passgenau anfügen. Jedoch vermehren sich Bakterien gern auf diesem Material, was der unangenehme Geruch recht schnell deutlich macht. Regelmäßige, gründliche Wäsche ist deshalb wichtig, um das Material richtig zu pflegen. Am besten hat man Funktionsunterwäsche in verschiedenen Wärmestufen im Schrank, um bei jeder Temperatur die richtige Kleidung zur Hand zu haben.

Wegen ihrer Eigenschaft recht langsam zu trocknen, sind Lycra und Elastan als Funktionsunterwäsche nicht sehr gut geeignet, außer sie werden mit anderen Materialien gemischt.

Sportarten, bei denen man schnell und viel schwitzt, wie beim Laufe oder Radfahren, machen es nötig, die richtige Unterwäsche auszusuchen, um den Spaß beim Sport nicht zu stören oder den Körper zu überfordern.

Natürliche Stoffe und ihre Eigenschaften

Ein sehr beliebtes Material mit guten Eigenschaften ist die Merinowolle, die von den Merinoschafen gewonnen wird, welche in Südafrika, Australien und Neuseeland zu finden sind. Die Feuchtigkeitsaufnahme von Merinowolle beträgt ein Drittel ihres eigenen Gewichts, wobei sie nicht wie Baumwolle nach dem Aufsaugen der Nässe klamm wird. Merinowolle kann pur oder in gemischter Form mit Elastan oder Polyamid verwendet werden.

Durch ihre Oberflächenbeschaffenheit ist sie wasserabweisend und isoliert durch kräuselige Beschaffenheit auch gegen kalte Temperaturen. Ihr geringes Gewicht und ihre temperaturregulierenden Eigenschaften machen sie zu einem beliebten Material für Sportkleidung im Sommer sowie im Winter. Zudem kommt die Eigenschaft, antibakteriell zu wirken, sodass sich Bakterien nicht einnisten können.

Funktionsunterwäsche für Frauen

Frauen schwitzen an anderen Stellen als Männer, weswegen manche Funktionsunterwäschen spezielle Bereiche besser schützen, dazu gehören Nieren und Brust. Ein wichtiges Kleidungsstück für Frauen ist der passende Sport-BH, da vor allem bei intensiven Sportarten wie Reiten, Joggen oder Kampfsport die Belastung groß ist. Das empfindliche Brustgewebe muss durch die Kompressionspassform eines Sport-BHs gut unterstützt werden und dennoch sollte der BH den Schweiß absorbieren. Nur durch den passenden Sport-BH wird der Brust genug Stabilität verliehen und Brustschmerzen bzw. Haltungsschäden vermieden.

Je nach Sportart gibt es hierfür verschiedene Belastungslevels und demnach verschieden starke Materialien für Sport-BHs.

Allgemeine Tipps für Funktionskleidung

  • Das Material sollte atmungsaktiv sein und den Schweiß absorbieren können. Dies wird durch die Membrantechnik erreicht, welche besondere Poren im Material vorweist.
  • Die Kleidung sollte schnell trocknen und geruchshemmend sein. Manche Sportkleidungsstücke sind von einem Silberfaden durchzogen, der antimikrobiell wirkt und vor Bakterien und Pilzen schützt.
  • Die Passform der Kleidung sollte elastisch sein und keine Druckstellen ergeben. Um dies zu gewährleisten, gibt es im Handel Kleidung, die keine Nähte besitzt, die so genannte Seamless-Technologie.

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Quellen:

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Linktipps:

– Chemie in der Kleidung
– Joggen und Laufen in der Kälte
– Sportunterwäsche & Funktionsbekleidung – worauf es wirklich ankommt
– Barfußschuhe: Natural Running – Lauftrend mit Hindernissen

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