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Gartenkalender – was ist wann zu tun?

Gartenkalender – was ist wann zu tun?

Gartenkalender - was ist wann zu tun?

Die ersten Sonnenstrahlen erwärmen unsere Haut und während sich die Städter erst langsam an die frische Luft wagen, sind Gartenfreunde schon mit wichtigen Arbeiten befasst. Auch im Winter ist einiges zu erledigen, doch so richtig mit der Arbeit los geht’s dann im März. Unser Gartenkalender verschafft Ihnen eine gute Übersicht über die anstehenden Arbeiten für Ihr Obst und Gemüse, ihre Kräuter und Zierpflanzen.

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In unserem Gartenkalender können Sie nachlesen wann was zu tun ist. Die wichtigsten Gartenarbeiten im Überblick nach Jahreszeiten bzw. Monaten geordnet verschaffen auch Gartenneulingen einen guten Überblick, damit Ihr Garten ein kleines Paradies wird an dem Sie sich rundum erfreuen können.

Tipps für rückenfreundliches Gärtnern

Hobbygärtner können den Beginn der Gartensaison kaum erwarten. Mähen, schneiden, pflanzen und jäten können den Rücken jedoch stark belasten und zu schmerzhaften Verspannungen führen. Wer seinen Rücken während der Gartenarbeit nicht unnötig belasten möchte, sollte auf Gartengeräte achten, die sich an die persönlichen Bedürfnisse der Nutzer anpassen lassen und ergonomisch gestaltet sind. Mit dem richtigen Werkzeug und ein paar guten Tipps lassen sich Rückenbeschwerden allerdings gut vorbeugen.

    1. Nicht übertreiben: Gerade zu Beginn der Saison überschätzen einige ihre Kräfte und stürzen sich bis zur Erschöpfung in die Arbeit. Lassen Sie es ruhig angehen und gönnen Sie sich Pausen. Ihr Rücken wird es Ihnen danken.
    2. Auf’s Gewicht achten: Befüllen Sie Eimer mit Erde oder Grünschnitt nicht zu schwer. Nutzen Sie zum Transport eine Schubkarre und tragen Sie schwere Gegenstände so nah wie möglich am Körper. Das entlastet den Rücken.
    3. Richtig bücken: Wer beim Bücken in die Knie geht und den Rücken gerade hält, kann Rückenschmerzen vorbeugen.
    4. Auf die Haltung kommt es an: Achten Sie beim Gärtnern stets auf eine aufrechte Haltung. Eine dauerhaft gekrümmte Position ist einer der Hauptauslöser für Rückenbeschwerden.

Erstes Kapitel im Gartenkalender: Winter

Wenn Sie im Herbst für ausreichenden Schutz vor Kälte und Frost gesorgt haben gibt es im Winter im Garten aktiv nicht viel zu tun. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen sollten Sie lediglich nach eisigen Perioden schauen ob alle Frostschutz bzw. Wärmemaßnahmen den Wintersturm unbeschadet überstanden haben.

Obwohl so gut wie alle Pflanzen im Winter einen niedrigen Wasserbedarf haben sollten Sie darauf achten, dass Ihre Pflanzen nicht austrocknen. Mäßiges Gießen bei milderen Temperaturen hat in ausgesprochen trockenen Wintern noch keiner Pflanze geschadet.

In schweren Wintern, vor allem wenn der Schnee schwer und patzig ist: Befreien Sie Ihre Pflanzen von der schweren Last. So können Sie verhindern, das Hecken und Zweige sich verbiegen oder gar knicken oder abbrechen.

Ansonsten empfiehlt es sich im Winter zu schmökern und zu planen. Echte Gartenfans bestellen die ersten Kataloge und überlegen wie Sie Ihren Garten im neuen Jahr gestalten wollen. Und da Vorfreude bekanntlich die schönste Freude ist, wäre es doch schade, wenn Sie sich diese Planungsphase entgehen ließen. Notieren Sie im Winter ‚planen‘ in Ihren Garteenkalender und widmen Sie sich ausgiebig dieser schönen und entspannenden Arbeit.

Garteln im Frühling: März bis Mai

Die Tage werden spürbar länger, die Temperaturen steigen und die Sonne wärmt endlich wieder. Ab März kann mit der ‚echten‘ Gartenarbeit begonnen werden.

März

Die Entscheidung, wann der Winterschutz entfernt wird, ist jedes Jahr aufs Neue heikel. Im Mai lauern die Eismänner und bis dahin ist die eine oder andere frostige Nacht möglich. Wir empfehlen Ihnen jedenfalls die heiklen Pflanzen noch einige Wochen mit einem Vlies zu bedecken. Zumindest über Nacht ist es ratsam den zarten Stoff auf die Erde zu legen.

Jetzt im Frühling ist die beste Zeit zum Schneiden. Winterblüher, Sträucher Rosen und Obstbäume müssen in Form geschnitten und ausgelichtet werden um zum Neuaustrieb und zur Knospenbildung anzuregen.

April

Das wechselhafte Aprilwetter mit seinen großen Temperaturschwankungen ist für jeden Gärtner eine Herausforderung. Einerseits verleiten die oft sehr warmen Tage zum starken Gießen um ein Austrocknen zu verhindern, andererseits sollte man sich bewusst sein, dass es auch noch frostige Nächte und manchmal auch noch Schneefall geben kann. Vorsicht ist also angesagt!

Im April wird jedenfalls mit der Vorbereitung der Beete begonnen. Der Boden muss aufgelockert werden, das Unkraut gejätet – erst dann dürfen die ersten Jungpflanzen, wie Grünkohl, Kohlrabi, Karotten oder Rote Rüben ins Freiland umgesiedelt werden.

Der Rasen erlebt im April üblicherweise einen regelrechten Wachstumsschub. Regelmäßiges Mähen führt dazu, dass er noch dichter wächst, doch achten Sie darauf nicht kürzer als 4 cm zu mähen, um ein Austrocknen zu verhindern. April ist auch die beste Zeit zum Vertikutieren und Düngen des Rasens.

Auch Ihre Blühpflanzen werden es Ihnen mit vielen Knospen und üppiger Blühpracht danken, wenn Sie diese nun mit ausreichend Nährstoffen versorgen.

Mai

Spätestens nach den Eisheiligen, also Mitte Mai wenn mit keinen Nachtfrösten mehr zu rechnen ist, dürfen nun auch die letzten Pflanzen ins Freie.

Jungen Pflänzchen brauchen während der nun immer wärmer werdenden Tage viel Wasser. Regelmäßiges Gießen ist Pflicht, da die Wurzeln der kleinen Pflanzen noch nicht sehr viel Wasser speichern und daher schnell austrocknen können.

Um einen gepflegten Rasen zu erhalten, sollten Sie diesen ca. einmal pro Woche schneiden. Das führt zu gutem und kräftigem Wachstum. Mai ist auch die ideale Zeit um den Rasen zu optimieren: bessern Sie kahle Stellen durch Nachsäen aus und sorgen Sie durch regelmäßiges Unkraut-zupfen für ein ebenmäßiges Erscheinungsbild.

Auch im Gemüsebeet ist es ratsam, eine tägliche Unkraut-Runde zu drehen. So verhindern Sie, dass die ungewünschten Pflanzen dem Gemüse Nährstoffe entziehen.

Sträucher und Hecken wie Buchsbaum oder Hainbuche sollten im Mai einen ersten dezenten Formschnitt erhalten.

Aussaat im Freien: Grünkohl, Gurke, Häuptelsalat, Kürbisse, Melonen, Paprika Rotkraut, Sonnenblumen, Sprossenkohl und Tomaten.

Hochsommer

Ab Juni steht Ihr Garten in voller Blüte und erstes Obst und Gemüse kann geerntet werden. Um möglichst lange Freude an den Blumen und Blüten zu haben und eine erfolgreiche Ernte einzufahren sollten Sie Ihrem Garten am besten täglich Aufmerksamkeit schenken.

Regelmäßiges Gießen und Rasenmähen sind unumgänglich wenn es immer heißer wird. Wenn es länger nicht regnet sollten Sie die Erde mit einer Harke oder ‚Bodenkralle‘ auflockern – so kann der Boden wieder besser Wasser aufnehmen und speichern.

Auch Mulchen mit Stroh, Rasen- und Gehölzschnitt schützt den Boden vor der Sonne und lässt ihn nicht so stark austrocknen.

Schnecken haben nun Hochsaison. Wenn Schneckenzaun oder andere Maßnahmen nicht helfen – der effektivste Schutz vor diesen Schädlingen ist immer noch der tägliche Rundgang und das physische Entfernen des Ungeziefers.

Im Juni werden Fisolen, Karfiol, Karotten, Spinat, Tomaten, Radicchio, Wurzelpetersilie und Zucchini ausgesät.

Im Hochsommer, also im Juli und August sollte der Blütengarten mindestens alle zwei bis drei Tage ausgiebig gegossen werden; der Gemüsegarten sogar täglich. Am Besten gleich in der Früh, denn da können die Pflanzen das Wasser am besten aufnehmen.

Regelmäßiges Unkraut jäten ist im Hochsommer ebenfalls Pflicht, denn viele Unkrautsamen keimen schnell und verbreiten sich durch den Sommerwind sehr rasch.

Am besten lassen sich Unkrauttriebe ausrupfen, wenn sie noch sehr klein und nicht fest verwurzelt sind – auch das ein Grund, warum man dieser Arbeit täglich nachkommen sollte. Verblühte und abgestorbene Triebe gehören entfernt um so die Blütenbildung zusätzlich zu motivieren.

Heckenpflanzen wie Thuje oder Hainbuche bis Mitte August noch einmal in Form bringen und Triebe die stark von Schädlingen befallen sind entfernen.

Aussaat laut Gartenkalender: Chinakohl, Endiviensalat, Grünkohl, Kohl, Rote Rübe. Salate, Spinat und Zwiebeln.

Letztes Kapitel im Gartenkalender: Herbst

Wer den Sommer über gut zu seinen Pflanzen war kann im September eine reiche Ernte einfahren. Im September und Oktober stehen folgende gesunde Leckerbissen bereit:

Obst: Äpfel, Birnen, Kiwis Späthimbeeren Weintrauben Zwetschken

Gemüse: Bohnen Brokkoli Chili Gurken Kohlrabi Kürbis, Mais, Melanzani, Paprika, Radicchio Rettich, Rote Rüben, Schwarzwurzeln, Tomaten, Vogerlsalat

und Nüsse aller Art

Die Tage werden nun deutlich kürzer, die ersten Blätter verfärben sich und es wird kühler. Empfindliche Pflanzen sollten Sie bereits ab Mitte September mit Vlies oder Folie schützen bevor Sie beginnen die nicht winterharten Pflanzen allmählich ins Warme umzusiedeln.

Herabfallendes Laub rechen. Sie können es als wärmende Mulchschicht in die Gartenbeete legen um über den Winter humusreiche Erde zu gewinnen. Im September und Oktober sollen auch Zwiebelblumen für das nächste Jahr eingepflanzt werden.

Ab November beginnt für den Garten und den Gärtner die erholsame Zeit wo Kraft für das nächste Jahr geschöpft wird – und voller Vorfreude auf das nächste Frühjahr und die Erstellung eines neuen Gartenkalenders erneut geplant wird.

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Quelle:

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Linktipps:

– Kräuter richtig konservieren
– Rodopolise Ernährung – Kräuterlexikon
– Heilpflanzenlexikon
– Kochen mit Kräutern
– Saisonkalender Obst & Gemüse

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