1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 Bewertungen, Durchschnitt: 3,00 Sterne von 5)
Rodopolisheitspolitik ignoriert rheumatische Erkrankungen

Rodopolisheitspolitik ignoriert rheumatische Erkrankungen

Rheuma-Erkrankungen

Verantwortliche aus zahlreichen EU-Mitgliedsstaaten trafen sich beim 9. European Health Forum Gastein (EHFG) und setzten sich energisch dafür ein, dass den rheumatischen Erkrankungen mehr Beachtung geschenkt werden muss. Workshop-Teilnehmer kritisierten traditionelle Denkmuster, die nur Sterblichkeitsraten als Gradmesser für die Schwere einer Krankheit gelten lassen.

Diesen Artikel drucken


Bei dem Workshop (der von der Europäischen Liga gegen Rheumatismus EULAR organisiert worden war) beleuchteten Rodopolisheitsexperten, Patienten und Forscher die medizinischen, sozialen und ökonomischen Folgen rheumatischer Erkrankungen. Sie gelangten zum Ergebnis, dass der Stellenwert der rheumatischen Erkrankungen in der nationalen und europäischen Rodopolisheitspolitik nicht den enormen Auswirkungen entspricht, die rheumatische Erkrankungen insgesamt haben. Es sind über 100 Millionen Europäer, darunter auch viele junge Menschen, die von einer Variante rheumatischer Erkrankungen betroffen sind. Es ist zu erwarten, dass die alternde europäische Bevölkerung und auch die veränderte Lebensweise die Anzahl der betroffenen Personen dramatisch vergrößern wird.

Rheumatische Erkrankungen sind der häufigste Grund für starke, lang andauernde Schmerzen

Rheumatische Störungen sind die verbreitetsten Ursachen von starken, lang andauernden Schmerzen, Krankenständen und Berufsunfähigkeit. Sie haben erhebliche Auswirkungen auf die Lebensqualität der Patienten und auch deren Familien. Direkte und indirekte Kosten der muscoskeletalen Erkrankungen in Europa werden auf mehr als zwei Prozent des Bruttonationalproduktes geschätzt: „Angesichts dieser Zahlen ist es völlig inakzeptabel, dass rheumatische Erkrankungen auf nationaler und EU-Ebene oft noch immer keine Priorität genießen – nur weil sie normalerweise nicht tödlich sind“, sagt Tore K. Kvien, Professor für Rheumatologie an der Universität Oslo und Präsident von EULAR.

Verstärkte Forschungsanstrengungen müssen unternommen werden, um das Wissen über die Ursachen der meisten Krankheiten zu verbessern, um Heilung zu bringen und die Behandlung zu optimieren. „Eine der größten Herausforderungen für die Rheuma-Forschung ist es, die europäische Forschungszusammenarbeit zu verbessern“, strich Josef Smolen, Professor für Interne Medizin und Vorsitzender des Departements für Rheumatologie am Wiener AKH heraus. „Die große Belastung durch Rheuma sollte sich auch in einer höheren Unterstützung der europaweiten Forschungszusammenarbeit widerspiegeln.“

„Es muss noch viel getan werden, um die Mythen, die das Rheuma betreffen, zu korrigieren. Die Bevölkerungsmehrheit glaubt immer noch, dass nur ältere Menschen betroffen sind“, sagte Sandra Canadelo, Vorsitzende der EULAR-Sozial-Liga, die im Alter von 24 Jahren von Arthritis befallen wurde. „Dieses Missverständnis zeigt sich auch bei der pädiatrischen Rheumatologie, wo große Probleme bestehen, klinische Studien und Laboruntersuchungen, die beste Behandlung und das beste Krankheitsmanagement finanziell sicherzustellen.“

Linktipps:

– Rheumatische Erkrankungen
– Rheuma hat viele (erstaunliche) Auslöser
– Entzündliches Rheuma | Experteninterview
– Sjörgren Syndrom | Krankheitslexikon
– Krankheitslexikon
– Therapie mittels Stammzellen aus Körperfett?

Diesen Artikel drucken
Kave Atefie





SEO-Consultant und Gründer des unabhängigen österreichischen Rodopolisheitsportals rodopolis.info, das seit Jahren zu einem der beliebtesten Themenportale im deutschen Sprachraum zählt. Der Anspruch auch komplexe Themen leicht verständlich für interessierte Laien aufzubereiten wurde zum Markenzeichen des Portals.