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Gleitmittel & Co. – Hilfe bei Scheidentrockenheit

Gleitmittel & Co. – Hilfe bei Scheidentrockenheit

Gleitmittel & Co. – Hilfe bei Scheidentrockenheit

Obwohl Scheidentrockenheit von vielen nur mit der Menopause in Verbindung gebracht wird, leiden bei weitem nicht nur Frauen in der Menopause unter den unangenehmen Symptomen einer trockenen Scheide. Es sind rund 17% aller Frauen, die noch vor der Menopause von den unangenehmen Folgen der Scheidentrockenheit betroffen sind.



Ursachen und Symptome einer trockenen Scheide

Ursache für eine trockene Scheide ist ein sinkender Östrogenspiegel. Das Hormon Östrogen ist dafür verantwortlich, dass der Feuchtigkeitshaushalt im Intimbereich reguliert wird. Außerdem bleibt durch eine entsprechende Konzentration des Hormons die Scheidenwand gesund, dick und elastisch. Sinkt der Östrogenspiegel, wird der Intimbereich weniger befeuchtet, die Schleimhaut ist anfälliger für Infektionen und es kommt zu Symptomen wie Juckreiz, Brennen und Wundsein im Intimbereich. Daraus resultiert dann meist schmerzhafter Geschlechtsverkehr, was nicht selten zu Problemen in der Partnerschaft führt. Außerdem haben viele Frauen, die an einer trockenen Scheide leiden, auch Probleme im Alltag beim Gehen und Bewegen.

Vielen Frauen ist es unangenehm, über dieses Thema zu sprechen. Viel zu viele verschweigen es daher und leiden unter den Symptomen. Dabei gibt es Hilfe, um Scheidentrockenheit zu lindern.


Hilfe bei Scheidentrockenheit

Grund für die unangenehmen Folgen einer trockenen Scheide, ist die zu geringe Befeuchtung des Intimbereichs. Um die Beschwerden zu lindern, sollte Frau folgende Dinge beachten:

Ausgiebiges Vorspiel: Leidet Frau vor allem beim Geschlechtsverkehr unter starken Schmerzen aufgrund von zu starker Reibung, fehlt die nötige Feuchtigkeit. Ein ausgiebiges Vorspiel kann bei einigen Frauen bereits ausreichen, um für die nötige Feuchtigkeit zu sorgen.

Verzicht auf Tampons: Sie sind zwar praktischer und hygienischer als Binden oder Slipeinlagen, doch Tampons nehmen eben nicht nur das Blut auf, das Frau während der Menstruation ausscheidet, sondern auch die Scheidenflüssigkeit, die dann entsprechend zur Befeuchtung des Intimbereichs fehlt. Leiden Sie ohnehin schon unter einer trockenen Scheide, sollten Sie auf die Nutzung von Tampons verzichten und sich stattdessen für Binden oder Tampons entscheiden. Diese gewährleisten weiterhin die Befeuchtung des Intimbereichs mit Scheidenflüssigkeit.

Stressbewältigung: Auch Stress, Angst oder Nervosität können Ursachen für Scheidentrockenheit sein. Ist das der Fall, können Methoden zur Bewältigung von Stress oder psychischen Belastungen hilfreich sein.

Auf die Kleidung kommt es an: Auch die falsche Unterwäsche kann Scheidentrockenheit begünstigen. Trägt man als Frau Unterwäsche aus Kunstfasern oder auch sehr enge Slips oder enge Hosen, zum Beispiel Jeans, staut sich häufig die Wärme im Intimbereich, was für ein gesundes Scheidenmilieu nachteilig sein kann. Am besten nutzen Frauen daher Baumwollunterwäsche, vor allem diejenigen, die unter einer trockenen Scheide leiden.

Regelmäßige Bewegung kann Abhilfe schaffen: Sich regelmäßig sportlich zu betätigen, tut nicht nur unheimlich gut, sondern kann auch die Muskeln im Beckenboden stärken und die Durchblutung im Unterleib fördern. Dies kann Scheidentrockenheit vorbeugen und auch dabei helfen, die Befeuchtung des Intimbereichs wieder zu regulieren, sofern Frau bereits unter einer trockenen Scheide leidet.

Ausreichend Trinken: Wer genügend trinkt, kann das Bindegewebe, die Haut und auch den Feuchtigkeitshaushalt der Scheide positiv beeinflussen.

Bei der Intimhygiene ist weniger mehr: Übertriebene Intimhygiene hat meist nur wenig positive Effekte. Im Gegenteil, da die Scheidenflora sich selbst reinigt, sollte der Intimbereich nur mit klarem, lauwarmem Wasser gereinigt werden.

Wechseln der Verhütungsmethode: Nehmen Frauen hormonelle Verhütungsmittel ein, können diese für die Scheidentrockenheit verantwortlich sein. Denn solche Verhütungsmittel, beispielsweise die Pille, beeinflussen den Östrogenhaushalt. Möglicherweise könnte es dann sinnvoll sein, sich für eine andere Verhütungsmethode zu entscheiden.

Hormonersatztherapie: Natürlich gibt es auch die Möglichkeit einer Hormonersatztherapie. Eine solche kann den Hormonspiegel regulieren und somit den zu geringen Östrogenspiegel ausgleichen. Doch das sollte wirklich nur im Notfall in Frage kommen. Denn wie die vorher genannten Möglichkeiten zeigen, gibt es zahlreiche andere Möglichkeiten, um die Beschwerden der Scheidentrockenheit zu lindern. Erwähnen möchten wir diese Möglichkeit aber dennoch, um Sie umfassend zu informieren.

Gleitmittel: Außerdem helfen auch Gleitmittel bei Scheidentrockenheit. Da diese von Ärzten und Apothekern empfohlen werden, möchten wir darauf im Folgenden noch einmal gesondert eingehen.

Lösung bei Scheidentrockenheit: Gleitmittel

Gleitmittel kennen viele nur im Zusammenhang mit Sex. Dort wird Gleitmittel verwendet, um die Reibung, die beim Geschlechtsverkehr entsteht, zu reduzieren. Um Schmerzen durch eine zu geringe Befeuchtung zu verhindern, kann Gleitmittel sehr sinnvoll sein. Doch Gleitmittel kann auch bei Beschwerden einer trockenen Scheide helfen. Eine regelmäßige Anwendung trägt zur Befeuchtung des Intimbereichs bei und kann so die unangenehmen Symptome wie Juckreiz, Wundsein und Brennen lindern. Dabei empfehlen Ärzte meist silikonbasierte und wasserbasierte Gleitmittel.

Silikonbasierte Gleitmittel: Ein Silikongleitmittel beinhaltet, wie der Name schon verrät, Silikonmoleküle. Vorteil eines solchen Gleitmittels ist, dass dieses nicht in die Haut einzieht, sondern wegen der Silikonmoleküle, die größer sind als die Poren der Haut, auf dieser verbleibt. Nachdem das Silikongleitmittel aufgetragen wurde, entsteht ein Schutzfilm, der atmungsaktiv ist und lange anhält. Ein gutes silikonbasiertes Gleitmittel sollte ein angenehmes Hautgefühl im Intimbereich hinterlassen.

Wasserbasierte Gleitmittel: Diese Art an Gleitmitteln besteht zu einem großen Teil aus Wasser. Nach dem Auftragen zieht das wasserbasierte Gleitmittel in die Haut ein und versorgt diese so mit der nötigen Feuchtigkeit. Es trägt also zur Befeuchtung der Schleimhaut im Intimbereich bei und kann auf diese Weise die Beschwerden der Scheidentrockenheit lindern.

Neben den wasser- und silikonbasierten Gleitmitteln gibt es auch noch ölbasierte Gleitmittel und sogenannte Hybridgleitmittel. Da ölbasierte Gleitmittel Kondome angreifen können, sind diese eher weniger zu empfehlen. Hybridgleitmittel bestehen sowohl aus Wasser als auch aus Silikon und eignen sich aufgrund einer etwas festeren Konsistenz optimal zum Gebrauch mit Sex-Spielzeug.

Zur Behandlung von Scheidentrockenheit sollten Sie sich aber entweder für ein silikonbasiertes oder wasserbasiertes Gleitmittel entscheiden. Dabei sollten Sie auf natürliche Inhaltsstoffe achten und, dass die Gleitmittel hautverträglich und dermatologisch getestet sind.

Das Scheidenmilieu ist besonders sensibel, weswegen hier besonders auf die Qualität des Gleitmittels geachtet werden sollte. Auch Farb- und Duftstoffe sollte das Gleitmittel nicht enthalten. Diese könnten sich ebenfalls negativ auf das Scheidenmilieu auswirken. Ein hochwertiges Gleitmittel ist für jeden Hauttyp und zur täglichen Anwendung geeignet.

pjur med ist ein Anbieter von hochwertigen silikonbasierten und wasserbasierten Gleitmitteln. Alle medizinischen Gleitmittel von pjur med zeichnen sich durch eine hohe Hautverträglichkeit aus und sind dermatologisch getestet und bestätigt. Sie sind geschmacks- und geruchsneutral, ohne Zusatz von Paraffinen, Parabenen und Farbstoffen.

Scheidentrockenheit kann zahlreiche Ursachen haben und je nach Ursache kann eine andere Behandlung notwendig sein. Sollten unsere Tipps zur Hilfe bei Scheidentrockenheit nichts bringen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, der gemeinsam mit Ihnen herausfinden kann, warum Sie unter Scheidentrockenheit leiden und wie Sie dagegen vorgehen können.

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Quellen:

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Linktipps:

– Scheidenflora, Vaginalflora
– Intimhygiene mit Maß und Ziel
– Vagina (Scheide) – inneres weibliches Geschlechtsorgan
– Klimakterium und Wechselbeschwerden
– Analverkehr – Infos & Risiken der griechischen Liebe