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Notfall Herzinfarkt – Erste Hilfe Maßnahmen für Laien

Notfall Herzinfarkt – Erste Hilfe Maßnahmen für Laien

Herzinfarkt - Erste Hilfe für Laien

Verspürt eine Person eine drückende Enge beziehungsweise einen anhaltenden Schmerz im Bereich der Brust, handelt es sich mit großer Sicherheit um einen Herzinfarkt. Ab sofort ist jede Sekunde Gold wert, es muss schnellstmöglich der Notruf 112 oder 144 informiert werden. Sofort danach sind Erste Hilfe Maßnahmen einzuleiten. Wichtig ist: bewahren Sie einen kühlen Kopf, Sie beruhigen damit auch den Patienten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie einen Herzinfarkt erkennen und richtig reagieren.

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Nicht selten versuchen Betroffene bei heftigen Brutschmerzen aus falscher Scham allein zurechtzukommen. Dieses falsche Verhalten kann tödliche Folgen haben, denn bei einem Herzinfarkt zählt tatsächlich jede Minute. Richtig ist es, in solch einem Fall unbedingt den Notarzt inklusive Rettungswagen zu verständigen, damit eine sofortige Spitaleinweisung folgen kann. Es ist abzuraten, den Umweg über den Hausarzt oder einen anderen kassenärztlichen Notdienst zu wählen, da sich in diesen Fällen das Erreichen eines Spitals zeitlich stark verschieben würde.

Die Ursache eines Herzinfarktes ist der plötzliche Verschluss einer Herzkranzarterie. Ein deratiger Verschluss entsteht entweder durch Ablagerungen in den betroffenen Gefäßen, sogenannte Arteriosklerose, oder durch ein Blutgerinnsel, das sich festsetzt. Dies lässt erahnen, dass die Symptome je nach Größe und Lage des verstopften Herzkranzgefäßes variieren können.

In jedem Fall sollte der Patienten unbedingt von Unruhe oder Aufregung abgeschirmt werden, denn bei einem akuten Herzinfarkt leiden Betroffene oft unter Todesangst und werden durch Hektik weiter verunsichert.

Wichtige Schritte zur Ersten Hilfe bei Herzinfarkt

Sobald Anwesende, Kollegen oder Familienangehörige Anzeichen eines Herzinfarktes (akutes Koronarsyndrom) bei jemanden erkennen, sollten sie rasch, ruhig und ohne zeitliche Umwege nachfolgende Maßnahmen bei der betroffenen Person einleiten:

  • Rettungsdienst sofort alarmieren (112 oder 144): Wer? Was? Wo (genau)?
  • Während die Fachkraft die Routinefragen abarbeitet, sollte unbedingt erwähnt werden, dass ein dringender Verdacht auf Herzinfarkt besteht. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass nicht nur ein einfacher Rettungswagen vor Ort ist, sondern dieser zusätzlich mit einem Notarzt zur Verfügung steht.
  • Eine klare Wegbeschreibung gilt als A und O für eine rasche Ankunft der Rettung. Hierfür können Details wie beispielsweise zweite Etage, Seiteneingang sinnvoll sein. In jedem Fall sollte bei Dunkelheit das Haus sehr gut erhellt sein. Dies erleichtert den Weg für die Rettung
  • Nachdem der Notruf alarmiert wurde, ist der Patient in eine vorteilhafte Position zu bringen. Hierfür sollte der Oberkörper des Betroffenen leicht erhöht werden. Zudem darf der Herzinfarkt Patient nicht frieren. Sollten einengende Kleidung existieren, ist diese zu öffnen oder gegebenenfalls zu entfernen.
  • Helfer sollten grundsätzlich ausreichend Ruhe ausstrahlen. Dies ist jedoch bei der Ersten Hilfe im Fall von Herzinfarkt von besonderer Wichtigkeit.
  • Sollten am Erste Hilfe Ort Nitrokapseln verfügbar sein, sind ein bis zwei Kapseln dem Patienten zu verabreichen. Auf keinen Fall sollte er während der Ersten Hilfe mehr als zwei Stück einnehmen.
  • In der Folge eines Herzinfarktes kann es zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand kommen. Sollte der Patient bewusstlos sein, sind die Atmung und andere Lebenszeichen zu überprüfen. Im Notfall sind sofort Wiederbelebungsmaßnahmen notwendig. Hierfür ist die Kleidung zu lockern und umgehend mit Herzmassage zu beginnen. Dafür knien Sie sich neben den Patienten und legen beide Hände übereinander auf den Brustkorb. Mit durchgestreckten Armen beginnen Sie mit der Herzmassage. Nach je 30 Druckstößen beatmen Sie den Patienten zweimal von Mund zu Mund oder Mund zu Nase. Fahren Sie mit der Wiederbelebung fort, bis der Notarzt eingetroffen ist.
  • Wenn ein Defibrillator zur Verfügung steht (z.B. auf Flughäfen oder Bahnhöfen), einschalten und den Anweisungen folgen. Ein Defibrillator ist ein elektrisches Gerät, das mittels Elektroschock eine akute Herzrhythmusstörung beseitigen kann. Dafür werden zwei Elektroden auf der Brustwand angebracht und ein kurzer Stromstoß abgegeben.

Herzinfarkt Symptome mit Sicherheit erkennen

Bleibt ein Herzinfarkt unendeckt, verstirbt etwa jeder achte Patient binnen der nachfolgenden 12 Monate. Entsprechend wichtig ist es, im Notfall einen Herzinfarkt richtig zu erkennen und korrekt zu handeln. Auf diese Weise profitiert der Patient in besonderer Weise von einer zufriedenstellenden Rehabilitationsphase.

Das akute Koronarsyndrom tritt oftmals ohne Vorwarnung ein, hier die wichtigsten Anzeichen:

  • Atemnot
  • Brustbereich schmerzt und drückt
  • Schmerzen spürbar bis in Hals, Rücken, oberen Bauch als auch den linken Arm
  • Schweißausbrüche (kalter Schweiß)
  • Übelkeit

Im Gegensatz ist aus dem Bereich der Gender Medizin bekannt, dass diese typischen Herzinfarkt Symptome lediglich bei Männern auftreten. Im Gegensatz dazu sind bei Frauen folgende Herzinfarkt Symptome zu beobachten:

  • deutliche, starke Kurzatmigkeit
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • unangenehmes Gefühl im Oberbauch (ähnelt einer Magenverstimmung)
  • kaum Schmerzen spürbar, dafür aber ein sehr starkes Druck- und Engegefühl
  • nur in seltenen Fällen sind Brustschmerzen zu verspüren

Diese Symptome treten jedoch nicht nur bei Frauen auf. Auch Diabetiker beziehungsweise Patienten im fortgeschrittenen Lebensalter verspüren eher diese Anzeichen des Notfalls. Besonders typisch ist es, dass bereits mehrere Wochen vor diesem Ereignis starke Atemnot beziehungsweise ungewöhnlich lange, schlaflose Perioden zu beobachten sind.

Umgehend und sicheren Schritts handeln

Sollten typische Symptome eines Herzinfarkts bei einem selbst, beziehungsweise bei anderen Personen auftreten, sind Witze unangebracht. In jedem Fall sind die Beschwerden ernst zu nehmen und es ist umgehend die Rettung zu alarmieren. Es ist unbedingt davon abzuraten, noch an Ort und Stelle typische Ausreden wie Stress auf Arbeit und in der Familie, sportliche Überlastung oder gar eine Erkältung zu suchen. Ein Herzinfarkt ist eine absolut lebensbedrohliche plötzliche Erkrankung. Der Zustand kann sich zu jedem Zeitpunkt massiv verschlechtern, daher sind Betroffene möglichst nicht alleine zu lassen bis die Rettung eintrifft.

Bei beschriebenen Symptomen kann es sich unter Umständen tatsächlich um einen Herzinfarkt handeln. Nur mithilfe der Rettung gelangt der Patient auf schnellstem Weg ins Spital. Ist er einmal angekommen, können notwendige Therapieansätze initiiert werden. Sollte sich selbst im Spital noch herausstellen, dass es sich nicht um einen Herzinfarkt handelt, hat der Patient Glück gehabt und sollte dieses Szenarium vielleicht als Hinweis dafür nehmen, sein Leben ab sofort ganzheitlich zu genießen.

Erste Hilfe bei Herzinfarkt anstatt eigener Aktivitäten

Sollten typische Symptome eines akuten Koronarsyndroms bemerkt werden, ist davon abzusehen, dass der Patient selbst mit dem Auto ins Spital fährt. Dies könnte für ihn selbst, aber auch für andere Verkehrsteilnehmer sehr riskant sein. Auch Anwesende oder gar Angehörige sollten davon absehen, selbst zu mit dem Fahrzeug zu fahren. So ist es beispielsweise möglich, dass sich aus den anfänglichen Symptomen plötzlich akute Notsituationen entwickeln. Bei Herzinfarkt Erste Hilfe Maßnahmen kann es auch zu Herzrhythmusstörungen oder gar zu einem Pumpversagen seitens des Herzens kommen. Medizinische Fachkräfte der Rettung können auch in diesen Notfällen adäquate und lebensrettende Folgemaßnahmen durchführen.

Erste Hilfe bei Herzinfarkt: Das macht der Notarzt

Sobald der Notarzt am Einsatzort ankommt, ist im ersten Schritt ein EKG (Herzstromkurve) zu machen. Auf diese Weise kann analysiert werden, ob es sich wirklich um einen Sauerstoffmangel im Bereich des Herzens handelte. Sollte sich der Verdacht auf einen Herzinfarkt durch den ersten Check bestätigen, verabreicht der Notarzt dem Patienten Arzneimittel, die die Blutgefäße erweitern und dadurch den starken Druck im Brustbereich minimieren. Oftmals erhält der Notfallpatient zudem Schmerz- und Beruhigungsmittel. Damit eine Bildung gefährlicher Blutgerinnsel frühzeitig vermieden wird, verabreicht der Notarzt bei Herzinfarkt auch Medikamente, welche diese Folgewirkungen eines Herzinfarktes verhindern.

In diesem Zusammenhang dürfen Arzneimittel zur Stabilisierung der Herzfunktion auf keinen Fall ausbleiben. Sobald die Erste Hilfe Maßnahmen bei Herzinfarkt seitens des Notarztes beendet sind, folgt die Einweisung in ein geeignetes Spital. Dort angekommen wird das lokale Ärzteteam notwendige Diagnose- und Therapieverfahren einleiten, um den nachfolgenden Verlauf des Notfalls bestmöglich zu beeinflussen. Es ist beruhigend zu wissen, dass dank des heutigen medizinischen Standards in Österreich sehr gute Chancen auf ein Leben nach rechtzeitigen Erste Hilfe Maßnahmen aufgrund eines Herzinfarktes bestehen.

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Quellen:

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Linktipps:

– Was ist ein Defibrillator? Lebensretter bei Herzinfarkt
– Herzrhythmusstörung – Vorhofflimmern
– Anleitung zum Herzinfarkt
– Herzinfarkt – häufige Todesursache bei Frauen

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