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Windpocken (Feuchtblattern) | Kinderkrankheiten

Windpocken (Feuchtblattern) | Kinderkrankheiten

Feuchtblattern, Windpocken

Das Virus wird zwar in den meisten Fällen duch eine Tröpfcheninfektion, also durch direkten Kontakt mit einer erkrankten Person übertragen, aber oftmals genügt auch schon ein „Windstoß“, da die Luft selbst als Übertragungsmedium wirken kann. Eine typische Kinderkrankheit: Da Windpocken extrem ansteckend sind, werden die meisten von uns bereits im Kindesalter von dem Varicella-Zoster-Virus, das die Erkrankung auslöst, befallen. Die Dauer der Immunität ist nicht ganz geklärt, aber sie reicht offenbar über Jahrzehnte.



Haupterkrankungsalter und Inkubationszeit:

das Haupterkrankungsalter liegt zwischen 3 und 11 Jahren und die Inkubationszeit beträgt 11-21 Tage.

Beschwerden:

Die Krankheit beginnt meist mit Kopfschmerzen, Unwohlsein und mittelhohem Fieber. Später kommt es zu einem charakteristischem, stark juckendem Hautausschlag aus kleinen Bläschen. Die ersten juckenden Bläschen tauchen meist am Kopf und hinter den Ohren und dann vorwiegend am Oberkörper auf. Diese Bläschen können sich jedoch auch auf den gesamten Körper und auf die Schleimhäute in Mund und Scheide ausbreiten. Etwa eine Woche, nachdem der Ausschlag sichtbar wurde, platzen die Bläschen auf, verkrusten und fallen dann ab. Da die Bläschen in Schüben auftreten, können gleichzeitig rote Pünktchen, wasserhaltige Bläschen und Verkrustungen vorhanden sein.


Komplikationen:

Wer in jungen Jahren die Erkrankung nicht durchgemacht hat, ist sein Leben lang gefährdet; und gerade in höherem Lebensalter ist der Verlauf der Krankheit oft besonders schwer. In späteren Jahren kann es zu einer Gürtelrose kommen.

Was Sie tun können:

Kratzen sollte möglichst vermieden werden, da an den Bläschen Infektionen und Narben entstehen können. Fingernägel möglichst kurz schneiden und eventuell nachts Baumwollhandschuhe tragen. Bäder, feuchte Umschläge und feuchtigkeitsspendende Cremes können den Juckreiz lindern. Auftragen einer juckreizstillenden Salbe. Besondere Hygienemaßnahmen, wie häufiges Baden und häufiger Wäschewechsel, beugen einer zusätzlichen Infektion der Bläschen mit Bakterien vor.

Wann Sie zum Arzt müssen:

Wenn Sie nicht sicher sind, ob es sich um Windpocken handelt. Wenn Bläschen eitern. Wenn Kopfschmerzen auftreten oder der Nacken steif wird.

Was Ihr Arzt tun kann:

Verordnung einer juckreizstillenden Lotion oder Salbe. Behandlung von infizierten Bläschen mit Antibiotika. Vorbeugung Kontakt mit erkrankten Personen meiden. Dies gilt besonders für Säuglinge in den ersten vier Wochen und für Schwangere.

Linktipps:

– Standardschutzimpfungen
– Kombinations-Impfungen
– Kinderarzt.at
– Alle Kinderkrankheiten im Überblick