Koffein: nur scheinbarer Muntermacher?

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (3 Bewertungen, Durchschnitt: 4,33 Sterne von 5)

Oftmals ist Essen bloße Ersatzbefriedigung

Koffein ist eine der beliebtesten und populärsten Drogen auf Erden. Tagtäglich wird die Substanz auf unserem Planeten konsumiert. Sie ist nicht nur in Tee und Kaffee enthalten, sondern auch in Kakao, Schokoladeprodukten, vielen nichtalkoholischen Getränken und Medikamenten. Koffein vertreibt die Müdigkeit, steigert unsere Konzentration und Aufmerksamkeit. Doch was eigentlich genau bewirkt Koffein in uns?

Koffein ist ein anregend wirkender Bestandteil von Genussmitteln wie Kaffee, Tee, Energy-Drinks, Cola, Mate, Guarana und Kakao. Sie wird umgangssprachlich in Tees auch als „Teein“ bzw. „Thein“ bezeichnet. Koffeinhaltige Pflanzen sind in warmen Klimazonen weitverbreitet. Es kommt in den Samen und Blättern des Kaffeestrauchs (Coffea arabica und Coffea robusta, Afrika) vor und in über 60 anderen Pflanzen, wie zum Beispiel dem Teestrauch (China), der Matepflanze (Südamerika) und der Kolanuss (Afrika).

Reines Koffein ist unter normalen Bedingungen ein weißes, geruchloses, kristallines Pulver mit bitterem Geschmack. 1820 gelang es dem Apotheker und Chemiker Friedlieb Ferdinand Runge erstmals, reines Koffein, aus den Kaffebohnen zu isolieren. Runge gilt somit als eigentlicher Entdecker des Koffeins. Den Namen Koffein wurde der Substanz wegen des Vorkommens im Kaffe gegeben, sagt aber nichts über die chemische Zusammensetzung aus.

Aufputschmittel Koffein

Koffein stimuliert das zentrale Nervensystem, steigert die Konzentration und vertreibt die Müdigkeit. Neben Kaffee und Tee, machen sich auch sogenannte Energydrinks, Limonaden (Cola) und Bonbons den beflügelnden Effekt des Koffeins zunutze. So nehmen auch viele Nicht- Kaffee-Trinker täglich Koffein zu sich.

In den Nervenzellen vollzieht sich ein steter Wechsel zwischen Aktivitäts und Ruhephasen. Für die Entspannung in der Zelle ist eine bestimmte Substanz verantwortlich, die Adenosin bezeichnet wird. Das heißt, wenn man müde ist produziert man viel Adenosin.

Wird dem Körper Koffein zugefügt, vermindert es die Wirksamkeit des Adenosins in der Zelle. Dadurch geht die Aktionsphase weiter – der natürliche Ruheimpuls bleibt zunächst aus.

Dieser Effekt bewirkt eine größere Wachheit und erhöht zeitweise die Konzentration und Aufmerksamkeit. Zudem kurbelt Koffein die Verdauung an, wirkt harn,- und appetitanregend und erweitert die Blut,- und Bronchialgefäße, weshalb Koffein und der Konsum von Kaffe sogar hin und wieder bei Asthma empfohlen wird. Der anregende Effekt schwächt jedoch nach einiger Zeit wieder ab, da sich der Körper mit der Zeit an das Koffein gewöhnt.

Kaffee signalisiert dem Körper Stress

Zuviel Kaffee bzw. Koffein wirkt sich negativ auf unseren Körper aus. Eine Überdosis führt zu Nervosität, Erregbarkeit, Konzentrationsstörungen, Gedächtnisverlust, Gedankenkreisen, Kopf- und Magenschmerzen, erhöhten Blutdruck und/oder Herzrasen, bishin zu Schlafstörungen.
Koffein signalisiert den Körper Stress. Übertreibt man seinen Koffeinkonsum, sind chronischer Stress und Erschöpfung die Folge.

Auf die Dosierung achten

Um unerwünschte Wirkungen des Kaffees reduzieren zu können, bzw. wer bei übermäßigen Kaffeekonsum, mögliche Entzugserscheinungen, reduzieren will, sollte folgende Maßnahmen berücksichtigen:

* möglichst nur vormittags Kaffe trinken
* Espresso statt Filterkaffee
* nach dem Essen Kaffee trinken, nicht auf nüchternen Magen
* Kaffee ohne Zucker genießen
* nichts Süßes (Kuchen, Torten etc.) zum Kaffee
* auf sonstige zusätzliche Koffeinquellen achten
* den Flüssigkeitsbedarf durch koffeinfreie Getränke decken, z.B. Kräutertee, Mineralwasser oder Fruchtsäfte. Am besten eine Flasche mit Flüssigkeit immer mit sich führen.

Eine Tasse Kaffee enthält zwischen 50 und 100 Milligramm Koffein pro Tasse. Auch Energy Drinks Drinks sollten nicht unterschätzt werden. In einer Dose steckt fast gleich viel Koffein wie in einer Tasse Filterkaffe (entspricht 1,5-2 Espressi). Kakao enthält 6 Milligramm Koffein pro Tasse, grüner oder schwarzer Tee, halb so viel wie eine Tasse Kaffe. Es empfiehlt sich am Tag nicht mehr als 300 Milligramm Koffein zu sich zu nehmen (= 3 große Tassen Kaffe).

[nipete]

Linktipps

– Kaffee: Wohlschmeckend, anregend und gesund?
– Rodopolise Ernährung – die besten Tipps für den Büroalltag
– Kaffee: Aroma, Geschmack, Genuss
– Eistees & Erfrischungsgetränke
– Wie gesund grüner Tee ist
– Stress & Ernährung – Anleitung zum Herzinfarkt
– Rezept: Kaisermelange

Das könnte Sie auch interessieren...

viagraon.com

medicaments-24.com

www.pills-generic.com