Lust in Zeiten der Digitalisierung

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Lust in den Zeiten der Digitalisierung

Nicht nur unsere Arbeitswelt, auch unsere Gefühlwelt, Lust und Liebe haben sich in Zeiten der Digitalisierung stark verändert. Nicht nur Smartphones und Internetportale mit den damit verbundenen Möglichkeiten der Partnersuche verändern das Liebesleben, auch Virtual Reality tools, Cyber Sex, absolut lebensechte Lovedolls, online Pornogames, Orgasmusmediatationen auf You Tube und Sex mit Robotern sind keine Utopien mehr. Und das ist nur eine kleine Auswahl der Möglichkeiten.

Wer von der Herumwischerei auf dem Smartphone genug hat oder mal eine ‚Match-Pause’ einlegen will und Alternativen zur trauten Zweisamkeit ausprobieren möchte – die Technik macht’s möglich. Angebote gibt es ohne Ende und warum nicht auch einmal etwas Neues ausprobieren? Wir haben recherchiert um Sie zu inspirieren.

Sexting und Chweeting

Erotik auf Distanz – das gab’s schon immer. Seit Erfindung der Schrift wird diese Kulturtechnik auch dazu verwendet, allzu zwischenmenschliches auf den Punkt zu bringen.

Zu Zeiten der berittenen Post wurden erotische Briefe heißblütig verfasst und sehnsuchtsvoll erwartet, mit Erfindung des Telefons gab es Bettgeflüster von Ohr zu Ohr und seit der Erfindung der Smartphones sorgt Sexting, also die Möglichkeit des Versendens von SMS und MMS mit pikanten Details für erfüllte Stunden zu zweit und doch alleine.

Chweeting ist nichts anderes als die technologische Weiterentwicklung von Sexting. Es handelt sich um eine Wortschöpfung aus „cheating“ (dem englische Wort für Fremdgehen) und „tweet“ (Kurznachricht auf Twitter). Chweeting findet wie Sexting nur nur in der virtuelle Welt, eben auf Twitter, statt, – also ohne körperliche Nähe.

Sexting und Chweeting kennt Abstufungen und wenn sich manch zart Besaitete schon nach einem netten aber eindeutigen Kompliment gechweeted fühlen (z.B. ‚xy sieht heute aber sexy aus‘) meinen andere, chweeten beginnt erst mit dem Versenden von intimen Nacktbildern.

Sexting und Chweeting kann Spaß machen und lustvoll sein ohne dass man einander tatsächlich nahe sein muss – weder im körperlichen, noch im räumlichen Sinn. Beides kann man über Kontinente hinweg praktizieren, und sich mit Menschen die man kennt, aber auch mit Fremden auf körperliche Lust einlassen, ohne sich wirklich zeigen zu müssen und Nähe her zu stellen.

Cyber Sex in virtual reality

Noch ‚virtueller‘ wird es auf Plattformen, die explizit Cybersex anbieten. Dank ausgefeilter Computergrafik sehen die handelnden ‚Personen’ absolut natürlich aus und mit 3-D-Videobrillen ist ein Abtauchen ‚mit Haut und Haar‘ in jede erotische Phantasie möglich.

Dabei geht es nicht nur ums zuschauen, sondern auch ums anfassen und mitmachen. Auf gut programmierten Plattformen und mit neuestem technischem Equipment hat man nicht nur das Gefühl echte Haut zu spüren sondern glaubt auch, selbst angegriffen zu werden. Das virtuelle Erleben und das sexuelle Empfinden wirken absolut real.

Dass alles so echt wirkt, liegt zum einen an der Darstellung der Figuren. Die Technik dahinter nennt sich ‚Motion Capturing‘. Die Avatare sind dabei echten Menschen nachempfunden. Aussehen, Bewegungen, Gesten und Mimik von realen Menschen werden gefilmt und exakt auf computeranimierte Figuren übertragen. Als ‚Vorbilder‘ dienen dabei Menschen wie ‚Gretchen Müller‘ oder hard core Pornodarsteller – passendere Avatare gibt’s für jeden Geschmack, der Phantasie sind ja bekanntlich keine Grenzen gesetzt.

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Hat man seine(n) passenden Partner in der Cyberwelt erwählt steht dem interaktiven Vergnügen nichts mehr im Weg. Der Nutzer kann die Figuren lenken wie er möchte, an der Szene aus der Ich-Perspektive teilnehmen oder sich auch selbst zusehen.

Joysticks oder Handschuhe, die haptisch Rückmeldungen geben, machen das Erlebnis noch wirklichkeitsnäher. Berührt die virtuelle Hand ein Cyber Objekt, spürt sich das so an, als ob die echte Hand die Berührung erlebt.

Touchscreens, mit denen virtuelle Berührungen über Vibrationen an den Fingern zu spüren sind, sind eine weitere Entwicklung. Der nächste Schritt ist, dass das taktile Erleben der Bildschirmszenen zusätzlich auf die erogenen Zonen des Körpers übertragen werden wird.

Noch authentischere Erlebnisse werden mit Ganzkörperanzügen möglich sein. Tragen übers Internet miteinander verbundene Menschen diese ‚Suits’, dann ist die sexuelle Erregung wechselseitig spürbar – und lebbar. Die ersten Modelle werden gerade getestet.

Lovedolls & Co – Sex mit Robotern

Aufblasbare Sexpuppen – das war einmal, die Love- oder Sexdolls von heute haben damit nichts mehr gemeinsam. Lovedolls von heute sehen lebensecht aus und greifen sich auch so an.

Egal ob Mann oder Frau, hetero- homo, inter- oder bi-sexuell . Realdolls, wie sie auch genannt werden, gibt es für alle Vorlieben. Absolut naturalistisch gearbeitete Männer- und Frauenkörper sehen echten Menschen nicht nur zum Verwechseln ähnlich. Sie animieren auch zum Kuscheln, da das Außenmaterial der Puppen, die ‚Haut’ , Wärme speichern kann und ausgesprochen naturecht wirkt.

Doch nicht nur das Aussehen – bis hin zur Modellierung der Hautporen – wird perfektioniert. Forscher arbeiten bereits daran, diesen ‚Wesen‘ Empfindungen, Bedürfnisse, Emotionen und Reaktionsfähigkeit ‚einzupflanzen‘ – sprich zu programmieren.

Diese Silikon Androiden könnten dann nicht nur Sexgefährten sein, sondern – so die Utopie – auch ein unkomplizierter Lebenspartner für den Alltag. Bewegung, Gestik und Mimik sowie Sprache und Stimmlage könnten nach Wunsch programmiert werden und – voila – die Lebenspartnerin, der Lebenspartner nach Maß wäre geschaffen.

Virtueller Seitensprung – Betrug?

Ist sexuelles Erleben ohne echte körperliche Berührung Betrug? Ist Cybersex ein Seitensprung oder ein Kavaliersdelikt, aus einer Laune geboren und ‚just for fun‘?

Nun, da scheiden sich die Geister und eine eindeutige Antwort ist kaum möglich. In manchen Beziehungen wird schon der einseitige Konsum von Pornos als Betrug gewertet – da erscheint natürlich alles was darüber hinaus geht erst recht als verwerflich.

Wenn ‚Treue‘ in einer Beziehung einen hohen Wert hat und dies auch klar kommuniziert wurde, dann wird wohl jede Art von Sexualität, die nicht mit dem Partner geteilt wird, als Seitensprung erlebt.

Der Austausch sexueller Inhalte – egal ob mit einer dritten Person, einem Avatar oder einer Love Doll, egal ob online oder offline, egal ob real, in der virtuellen Wirklichkeit oder ‚nur’ auf Twitter hat in einer solchen Beziehung nichts zu suchen – außer man einigt sich darauf, dieses Abenteuer gemeinsam erleben zu wollen. Doch dann sollte man klare Regeln aufstellen.

Wer hingegen in einer sexuell aufgeschlosseneren Beziehung lebt, und Treue nicht ausschließlich über sexuelle Exklusivität definiert, der kann sich mit seinem Partner gemeinsam – oder auch alleine, wenn das für beide Beteiligten ok ist – auf eine sinnliche Reise in die Cyberwelt begeben ohne zu ‚betrügen’.

Fakt ist: Heimlichkeiten sind nie gut und ein offenes Wort zur rechten Zeit kann manche Missverständnisse und Kränkungen verhindern. Und wer weiß, vielleicht, hat ja auch Ihr Partner oder Ihre Partnerin ganz ähnliche Ambitionen und Sie amüsieren sich gemeinsam.

Wer übrigens denkt, dass heimliche erotische Abenteuer vor allem von Männern im Netz gesucht bzw. ausgelebt werden, der täuscht sich. Männer und Frauen gehen virtuell nämlich etwa gleichhäufig fremd – das Geschlechterverhältnis ist sehr ausgewogen. In diesem Sinn: Trauen Sie sich doch!

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Quelle:

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Linktipps

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– Sexualität – Rodopolisheit & Wohlbefinden
– Eifersucht – Liebe bis aufs Blut
– Libidoverlust
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