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Medizinlexikon: Cholesterinspiegel

Medizinlexikon: Cholesterinspiegel

Cholesterinspiegel

Der Cholesterinspiegel ist die Gesamtmenge an Cholesterin im Blut. Hiebei handelt es sich um die Menge von HDL-Cholesterin („gutes Cholesterin“) und LDL-Cholesterin („schädliches Cholesterin“). Die Menge wird in Miligramm pro Deziliter gemessen.



Cholesterin

ist ein Fettbaustein des Körpers. Mit Triglyzeriden (eine andere Fettart) ist es Bestandteil der Zellmembranen, welche alle Zellen des Körpers umgeben. Auch ist es ein Baustein von wichtigen Hormonen und somit wesentlich für den Energiehaushalt des Körpers.
In der Leber wird aus Cholesterin Gallensäure hergestellt, welche via Gallenblase in den Darm entleert wird – dort sind diese Gallensäuren dann bei der Fettverdauung von hoher Wichtigkeit.

In Österreich trägt der vielfach hohe Cholesterinspiegel (ca. 20% der Bevölkerung hat einen zu hohen Cholesterinspiegel) wesentlich zur hohen Herzinfarkt- oder Schlaganfallrate bei.

Cholesterinwerte (Gesamtcholesterin):

Idealwert Erwachsene: unter 200 mg/dl
Leicht erhöht: 200-240 mg/dl
Erhöht: 241-300 mg/dl
Stark erhöht: über 300 mg/dl

LDL-Cholesterin: Idealwert bis 130
HDL-Cholesterin: Idealwert über 50
Wenn Sie den Wert des Gesamtcholesterins durch den Wert des HDL-Cholesterins dividieren, sollte dieser Wert unter 5 liegen.

Für Jugendliche und Kinder sowie Menschen mit Gefäßleider oder nach Schlaganfall/Herzinfarkt gelten andere Normalwerte (außer beim „guten“ HDL-Cholesterin“)! Im Zweifelsfall unbedingt den behandelnden Arzt fragen!

Entwicklung eines hohen Cholesterinspiegels:

Folgende Komponenten führen häufig zu erhöhtem Cholesterinspiegel:

– fettreiche Ernährung
– genetische Veranlagung/Vererbung
– Folgeerscheinung von anderen Krankheiten (Diabetes, Nierenleiden, Alkoholsucht, Schilddrüsenunterfunktion etc.)
– Bewegungsmangel

Beschwerden/Symptome:

Die besondere Gefahr der Hypercholesterinämie (erhöhter Cholesterinspiegel) liegt wohl in der Tatsache, dass man vorerst keine eindeutigen körperlichen Schmerzen verspürt. Erst duch eine Blutuntersuchung (Patient sollte nüchtern sein) werden eventuell schlechte Werte entdeckt.
Weitere Untersuchungen (Herztöne, Blutdruck, EKG, Puls etc.) können erahnen lassen, wieweit Arterien schon verkalkt sind.

Sind die zu hohen Blutfettwerte über einen längeren Zeitraum vorhanden, kann es zu Atherosklerose (Arterienverkalkung) kommen. Durch schlechten Blutfluss kann es dann in weiterer Folge zum Absterben von Gewebe (Gefäße) kommen. Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Angina Pectoris (Herzenge), Raucherbein können im schlimmsten Fall resultieren.

Oft treten (als erste Warnhinweise) auch Schwindel, Konzentrations- oder Sehstörungen auf – man sollte bei derartigen Hinweisen rasch den Hausarzt befragen, welcher bei konkreten Verdachtsmomenten eine Blutuntersuchung urgieren wird.

Diagnose: Blutprobe, Herztöne, Blutdruck, EKG, Pulsmessen.

Behandlung/Therapie:

Diät (cholesterinreiche Produkte vermeiden, Obst, Gemüse, mageres Fleisch, Fisch etc.)
– Bewegung (Übergewicht ist sehr häufig bei Menschen mit hohem Cholesterinspiegel)
– Kein Nikotin
– Kein (oder wenig) Alkohol

Sollten die genannten Maßnahmen den Cholesterinspiegel nicht dauerhaft senken, wird die Verwendung von cholesterinsenkenden Medikamenten erörtert.

Linktipps:

– Kennen Sie Ihren Cholesterinwert?
– LDL-Cholesterin senken
– Cholesterin Selbsttest
– Essen gegen Cholesterin ?
– Machen Laborwerte krank?

Zur Information: Diese Informationen wurden – im Sinne mündiger Patienten – für interessierte Laien eingerichtet. Keinesfalls dürfen sie als Ersatz für medizinsche Beratung und Hilfe seitens qualifizierten Personals aus dem jeweiligen Fachbereich angesehen oder eingesetzt werden. Kontaktieren Sie bei Beschwerden jedenfalls den Arzt Ihres Vertrauens!