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Meningokokken – Früherkennung lebenswichtig

Meningokokken – Früherkennung lebenswichtig

Meningokokken

Der tragische Tod eines 18 Monate alten Mädchens in Klostermarienberg durch eine Meningokokken-bedingte Blutvergiftung, lässt die „Initiative Meningokokken“ erneut Alarm schlagen. Es kann überlebenswichtig sein, die ersten Anzeichen einer Meningokokken-Krankheit zu erkennen und sofort ärztliche Hilfe zu suchen. Gerade in der Erkältungs- oder Heuschnupfen-Saison sind die durch Tröpfcheninfektion übertragenen Meningokokken besonders ansteckend.



Eine Meningokokken-Krankheit kann innerhalb weniger Stunden zum Tod führen oder schwerste Schäden hinterlassen, warnt die Initiative Meningokokken, eine hochrangig besetzte Experten-Initiative. „Bakterien vom Typ der B- und C-Meningokokken können eine Gehirnhautentzündung und/oder Blutvergiftung hervorrufen“, so der Sozialmediziner Univ.-Prof. Dr. Michael Kunze. Die durch Tröpfcheninfektion übertragbaren Meningokokken sind gerade in der Erkältungs- oder ‚Heuschnupfen‘-Saison besonders ansteckend. 70 Prozent der Betroffenen sind Kinder und Jugendliche.

Konjugat-Impfstoffe schützen vor Meningokokken C, noch keine Impfung gegen Meningokokken B

Gegen die C-Untergruppe der Meningokokken steht ein so genannter Konjugat-Impfstoff zur Verfügung, eine einzige Impfung mit diesem Serum bietet meist jahrzehntelangen Schutz, rät Prof. Kunze aus aktuellem Anlass zur Vorsorge. „Gegen B-Meningokokken kann man sich leider noch nicht impfen, weshalb die Früherkennung besonders wichtig ist.“

Die ersten Anzeichen für eine Meningokokken-Infektion sind einer Erkältung oder Grippe ähnlich: Einzeln oder gemeinsam können Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Gelenks- und Muskelschmerzen, Krämpfe, Erbrechen, Lichtscheu und Benommenheit auftreten. Charakteristisch bei einer Meningokokken-Infektion sind rote, punktförmige Flecken auf der Haut, die in rund 70 Prozent der Erkrankungsfälle auftreten, und die auch unter Druck – zum Beispiel, wenn man ein durchsichtiges Trinkglas darauf hält – nicht verblassen. Wer der Verdacht einer Infektion auftaucht, sollte so rasch wie möglich einen Arzt oder ein Spital aufgesucht werden.

„Auch in Hinblick auf die Sommerferien ist eine Prophylaxe besonders angebracht, weil das Meningokokken-Risiko in vielen typischen Urlaubsländern deutlich erhöht ist“, sagt der Sozialmediziner. Ein Erlass des Schulärztlichen Dienstes des Bildungsministeriums empfiehlt deshalb die Impfung gegen C-Meningokokken „in erster Linie als Reiseimpfung bei Reisen in Länder mit erhöhten Meningokokken-Erkrankungsraten. Das sind derzeit besonders Großbritannien, Spanien, Portugal, Irland, Niederlande, Belgien, Teile von Kanada und Frankreich.“ Das erhöhte Infektions-Risiko in diesen Ländern, so Prof. Kunze, müsse vor allem bei Schüleraustausch-Programmen, Sprachferien, Maturareisen, Aufenthalten in Ferienlagern und Jugendherbergen sehr ernst genommen werden.

„Initiative Meningokokken“: ; Selbsthilfegruppe Meningokokken: (01) 522 70 70, Mail: [email protected]

Linktipps:

– Gehirnhautentzündung / Meningitis
– Meningokokken-Impfung sinnvoll
– Meningokokken-Meningitis & Verbreitungskarte
– FSME – jeder zweite Österreicher ist nicht geschützt

Kave Atefie





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