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Nachtkerze | Heilpflanzenlexikon

Nachtkerze | Heilpflanzenlexikon

Nachtkerze, Nachtstern, Heilkraut

Die (Gemeine) Nachtkerze kommt ursprünglich aus Nordamerika und wurde bereits von den Indianern als Heilpflanze zur Linderung von Hautkrankheiten genutzt. Aber schon im 17. Jahrhundert kam die Nachtkerze nach Europa und verbreitete sich aufgrund ihrer Heilkräfte sehr schnell.

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Die Nachtkerze ist eine zweijährige Pflanze mit leuchtend gelben, aber kurzlebigen Blüten, welche sich erst in der Abenddämmerung öffnen, meist aber bis zum nächsten Mittag wieder verblüht sind. Ihrer nächtlichen Blütezeit hat die Nachtkerze auch ihren Namen zu verdanken.

Der wissenschaftliche Name „Oenothera“ wurde 1753 von Carl von Linné festgeschrieben. Dieser Name findet sich bereits in den Schriften von Plinius in der Antike oder im Mittelalter bei Paracelsus, wobei diese vermutlich das ebenfalls zu den Nachtkerzengewächsen zählende Weidenröschen beschrieben haben, da die aus Nordamerika kommende Nachtkerze in Europa zu dieser Zeit noch nicht bekannt war.

Die Nachtkerze duftet intensiv süßlich, aber erst nach vollständigem Öffnen der Blüten. Durch den nächtlichen Duft angelockt, erfolgt die Bestäubung der Nachtkerze überwiegend von Nachtfaltern. Aufgrund ihrer leuchtend gelben Farbe stellen sich aber auch bei Tag Hummeln, Bienen oder Tagfalter ein.

In der Naturheilkunde hat heute das aus den Samen der Nachtkerze gewonnene Nachtkerzenöl große Bedeutung, weil es große Mengen an Gamma-Linolensäure enthält. Gamma-Linolensäure gehört zu den Omega-6-Fettsäuren und damit zu den für den Menschen bedeutsamen mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Kenndaten

  • Wissenschaftlicher Name: Oenothera biennis
  • Familie: Nachtkerzengewächse (Onagraceae)
  • Wuchshöhe: bis zu 1 m
  • Farbe der Blüten: leuchtend Gelb
  • Sammelzeit: Blätter: Juni bis Oktober, Wurzel: Herbst, Samen: Spätsommer und Herbst
  • Vorkommen: ursprünglich aus Nordamerika, heute in Europa und in Teilen Asiens
  • Standorte: Sonne bis Halbschatten auf durchlässigen Böden; anspruchslos
  • verwendete Pflanzenteile: Kraut, Wurzel, Samen

Synonyme

Abendblume, Eierblume, Gelbe Rapunzel, Gelber Nachtschatten, Gemeine Nachtkerze, Gewöhnliche Nachtkerze, Härekraut, Hustenblume, Nachtblume, Nachtschlüsselblume, Nachtstern, Rapontika, Rapontikawurzel, Rübenwurzel, Schinkenkraut, Schinkenwurz, Sommerstern, Stolzer Heinrich, Süßwurzel, Weinblume, Weinkraut

Wirksame Inhaltsstoffe

Eiweiß, Gamma-Linolensäure, Gerbstoffe, Lignin, Linolsäure, Mineralstoffe, Ölsäure, Schleimstoffe, Stärke, Zellulose

Preis: EUR 14,99
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Heilwirkung und Anwendungsgebiete

Die Nachtkerze wirkt adstringierend, beruhigend, entzündungshemmend, krampflösend, stärkend und verdauungsanregend. Sie kommt auf folgenden Gebieten zum Einsatz:

  • Allergien
  • Arteriosklerose
  • Arthritis
  • Asthma
  • Blasenleiden
  • Bluthochdruck
  • Bronchitis
  • Brustschmerzen
  • Darmbeschwerden
  • Diabetes
  • Durchfall
  • Ekzeme
  • erhöhter Cholesterinspiegel
  • Gicht
  • Hauterkrankungen
  • Husten
  • Keuchhusten
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Menstruationsbeschwerden
  • Multiple Sklerose
  • Neurodermitis
  • prämenstruelles Syndrom
  • Quetschung
  • Rekonvaleszenz
  • Typhus
  • Wechseljahrebeschwerden


Dosierung und Anwendung

Die Nachtkerze kann sowohl zur innerlichen Anwendung als Tee, als auch zur äußerlichen Anwendung in Form von Umschlägen verwendet werden. Größte Bedeutung hat aber das Öl aus den Samen, welches im Handel erhältlich ist.

Tee:
1 TL Blätter mit ¼ Liter kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Davon täglich 3 Tassen trinken.

Umschlag:
8 TL Blätter mit ½ Liter heißem Wasser übergießen, 20 Minuten köcheln lassen und abseihen.

Warnhinweise

  • Während der Schwangerschaft oder Stillzeit nur nach Rücksprache mit dem Arzt einnehmen.
  • Bei Epilepsie ist besondere Vorsicht geboten – sowohl bei der innerlichen als auch bei der äußerlichen Anwendung.
  • In seltenen Fällen kommt es zu allergischen Reaktionen.
  • Gelegentlich können Übelkeit, Durchfall oder Kopfschmerzen auftreten.

Wichtiger Hinweis: Allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und Zubereitungen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen und ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

Linktipps:

– Flohsamenschalen – wirksam bei Durchfall und Verstopfung

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Kave Atefie





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