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Ö-Norm für Essen ohne Reue

Ö-Norm für Essen ohne Reue

Neue ÖNorm für Essen Ohne Reue ONR 116401

Eine neue ON-Regel definiert Qualitätskriterien für ernährungsmedizinische Beratung: Diplomierte Diätassistentinnen und ernährungsmedizinische Beraterinnen haben die Wichtigkeit von Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung im Bereich der gehobenen medizinisch-technischen Dienste erkannt und sich für die Erarbeitung einer ON-Regel engagiert. Die ONR 116401 „Ernährungsmedizinische Beratung“ wurde mit Juli 2003 veröffentlicht.



Es gilt heute als wissenschaftlich gesichert, dass die Ernährung in der Prävention und Therapie ernährungsassoziierter Erkrankungen eine wesentliche Rolle spielt. Ernährungsmedizinische Berater und Beraterinnen haben eine große Verantwortung gegenüber ihren Klienten.

Der Arbeitskreis der Diplomierten Diätassistentinnen und ernährungsmedizinischen Beraterinnen der Steiermärkischen Krankenanstalten Ges.m.b.H. hat die Wichtigkeit von Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung im Bereich der gehobenen medizinisch-technischen Dienste erkannt und eine ON-Regel erarbeitet.
Die ONR 116401 „Ernährungsmedizinische Beratung“ ist per 1. Juli 2003 veröffentlicht.

In der ON-Regel „Ernährungsmedizinische Beratung“ sind die Schritte dargelegt, die eine perfekte Betreuung der Patienten und Klienten gewährleisten. In einem Erstgespräch klärt die diplomierte Diätassistentin & ernährungsmedizinische Beraterin die Erwartungen und Ziele mit dem Patienten sowie ihren Verantwortungsbereich und ihre Kompetenz in verständlicher Form. Ebenso werden die Nah- und Fernziele für die Ernährungstherapie mit dem Patienten festgelegt. Die Information über die jeweilige Ernährungsform wird patientengerecht, medial und didaktisch aufbereitet, dem Sprachgebrauch des Patienten angepasst und diesem in einem persönlichen Gespräch vermittelt.

Bewusstsein bilden
Ein bereits vorhandenes adäquates Ernährungsverhalten des Patienten wird anamnestisch erhoben, dem Patienten (bzw. dem Angehörigen) bewusst gemacht, ein positives Verhalten verstärkt und die notwendigen Verhaltensänderungen darauf aufgebaut. Dem Patienten (bzw. Angehörigen) werden Gefahrenquellen bzw. ein Risikoverhalten aufgezeigt und mögliche Konsequenzen ungünstiger (Ernährungs-) Verhaltensweisen bewusst gemacht.

Durch eine professionelle Gesprächsführung werden Probleme in der Umsetzung des ernährungstherapeutischen Konzeptes klar erfasst und mit dem Patienten (bzw. den Angehörigen) gemeinsame Lösungsstrategien entwickelt. Die Therapie wird bewusst abgeschlossen, das bedeutet, der Therapieverlauf wird gemeinsam mit dem Patienten bewertet.

Wissen vermitteln
Weiters werden die Voraussetzungen geschaffen, dass der Patient die Lebensmittelgruppen, Produkte und Speisen sowie deren Zusammensetzung kennen lernt, die ernährungsphysiologische Bedeutung beurteilen und die Produkte den entsprechenden Anwendungsbereichen zuordnen kann.

Dokumentation
Zu guter Letzt wird darauf aufmerksam gemacht, dass die gesetzliche Verpflichtung zur Dokumentation sowohl der ärztlichen Anordnungen, die die Grundlage für die Maßnahmen sind, als auch der eigenverantwortlichen Tätigkeiten, die durchgeführt wurden, ergänzend zu den fachlichen Aufgaben wahrzunehmen sind. Es bleibt den Anwendern der Regel überlassen, die Strukturierung der von ihnen angewendeten Dokumentationsunterlagen zu entscheiden.

QUELLE: ON-NORM.AT

Linktipps:

– Ernährungstipps und Linksammlung
– Kinderernährungstipps