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Erhöhtes Osteoporose-Risiko nach Brustkrebstherapie

Erhöhtes Osteoporose-Risiko nach Brustkrebstherapie

Osteoporose nach Brustkrebs

Ein unerwünschter Nebeneffekt der an sich erfolgreichen Antihormontherapie von Patientinnen mit Brustkrebs, denen der Tumor operativ entfernt wurde, rückt zunehmend in den Mittelpunkt des wissenschaftlichen Interesses. Es geht dabei um die Tatsache, dass das Risiko dieser Patientinnen, neuerlich Krebs zu bekommen, spürbar verringert wird, dass bei ihnen aber zugleich die Gefahr zunimmt, an Osteoporose zu erkranken. Die österreichische Studiengruppe Austrian Breast & Colorectal Cancer Study Group (ABCSG) informiert jetzt in einer neuen Broschüre alle Frauen über diese Gefahr und gibt ihnen Tipps, was sie zur Vorbeugung tun können.



Zwei Drittel aller Brustkrebspatientinnen weisen einen so genannten hormonsensitiven Tumortyp auf. Diese Frauen erhalten nach der Operation eine Antihormontherapie, die ihr Risiko reduziert, erneut an Brustkrebs zu erkranken. Eine klinische Studie der ABCSG und zahlreiche andere wissenschaftliche Untersuchungen haben allerdings gezeigt, dass ein ernst zu nehmender Nebeneffekt dieser adjuvanten Antihormontherapien der Verlust von Knochendichte sein kann. Verschärft wird die Situation dadurch, dass statt des lange Zeit für die Krebsbehandlung eingesetzten Antiöstrogens Tamoxifen zunehmend so genannten Aromatasehemmer – eine neue Generation von Medikamenten – als Therapie der Wahl eingesetzt werden. Sie sind höchst effizient und können das Risiko, erneut an Brustkrebs zu erkranken, signifikant reduzieren, sie erhöhen aber die Wahrscheinlichkeit, dass die damit behandelten Patientinnen an Osteoporose erkranken.

„Um Brustkrebspatientinnen auf dieses Risiko aufmerksam zu machen, hat die Austrian Breast & Colorectal Cancer Study Group (ABCSG) eine neue Broschüre zu diesem Thema erstellt“, sagt Univ.-Prof. Dr. Michael Gnant, der neue Präsident der österreichischen Studiengruppe. Die Broschüre informiert über die Beschaffenheit des Knochens und wie es zu einem verstärkten Abbau des Knochens unter Osteoporose kommt. Vor allem aber gibt sie Tipps, wie man durch einfache Änderungen des Lebensstils die Knochenstruktur verbessern kann. Ausführlich erklärt wird auch, was im schlimmsten Fall der Fälle zu tun ist, wenn die durch die Therapie ausgelöste Osteoporose trotz intensiver Bemühungen bestehen bleibt.

Die Broschüre „Osteoporose – ein zusätzliches Risiko für viele Brustkrebspatientinnen“ liegt in gynäkologischen Ordinationen und in allen ABCSG-Zentren auf. Für Interessierte gibt es die Möglichkeit, die Broschüre auch über die Website der Studiengruppe zu bestellen.

Linktipps:


– Krankheitslexikon: Krebs
– „Krebs-Schule“ soll Nichtmediziner mit Informationen versorgen
– Weiteres Brustgesundheitszentrum in Wien
– Patientenbericht Osteoporose
– Früherkennung von Brustkrebs ist erlernbar
– Krebs: Vorsorge ist besser als Heilen
– Brustkrebs-Selbstuntersuchung ist die wichtigste Prävention
– Mammographie – Früherkennung von Brustkrebs

Kave Atefie





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