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“Quit and Win”: Auch 2006 wieder im Einsatz für die Rauchfreiheit

“Quit and Win”: Auch 2006 wieder im Einsatz für die Rauchfreiheit

Raucherentwöhnung

Jährlich werden in Österreich 17 Milliarden Zigaretten geraucht und dafür 2,5 Milliarden Euro ausgegeben. Doch von den insgesamt 2,3 Millionen Rauchern in Österreich möchte sich jeder zweite von der Zigarette trennen. Die Aktion „Quit and Win“ unterstützt Raucher, mit dem Tabakkonsum aufzuhören: Raucher, die ab Mai vier Wochen keine Zigarette rauchen, können bis zu 10.000 US Dollar gewinnen.



Bereits zum dritten Mal findet die Aktion „Quit and Win“ in Österreich statt, die Raucher anspornt, sich vom Zigarettenkonsum zu befreien. Organisiert wird „Quit and Win“ von den Arbeitsgruppen der Rehabilitation und Patientenschulung der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) in Kooperation mit der Österreichischen Apothekerkammer, der Bundeskurie niedergelassene Ärzte der Österreichischen Ärztekammer sowie der Wiener Krebshilfe und steht unter der Patronanz des Bundesministeriums für Rodopolisheit und Frauen.

„Quit and Win“: Die Spielregeln im Detail

Die Aktion „Quit and Win“ hat von Finnland aus die ganze Welt erobert und findet heute in 98 Ländern statt. Teilnehmen können ausschließlich Raucherinnen und Raucher ab 18 Jahren in ganz Österreich, die in den letzten zwölf Monaten täglich geraucht haben. Die Teilnehmer verpflichten sich ab dem 1. Mai 2006 für mindestens vier Wochen nicht mehr zu rauchen. Die Einnahme von Nikotinersatzprodukten ist erlaubt. Zu gewinnen gibt es den internationalen Superpreis mit 10.000 US Dollar, den europäischen Superpreis mit 2.500 US Dollar und den Preis der Österreichischen Ärztekammer mit 2.000 Euro. Die Preisträger werden aus dem Teilnehmerpool gezogen. Die Ziehung erfolgt am 31. Mai 2006, am Welt-Nichtraucher-Tag. Die Gewinner müssen ihre Rauchfreiheit durch eine Kohlenmonoxidmessung in der Ausatemluft und einer Harnbestimmung nachweisen. Die Teilnahme erfolgt durch Teilnahmekarten, die in allen österreichischen Apotheken und bei Allgemeinmedizinern aufliegen oder über das Internet unter downloadbar sind. Einsendeschluss ist der 15. Mai 2006 (Datum des Poststempels bzw. Datum der Anmeldung über das Internet).

Großer Erfolg „Quit and Win“ 2004: Fast ein Drittel der Teilnehmer rauchfrei

An der „Quit and Win“-Aktion 2004 haben in Österreich knapp 2.000 Raucher teilgenommen. 15 Prozent von ihnen hatten gewöhnlich ihre erste Zigarette bereits am Morgen innerhalb der ersten fünf Minuten geraucht und knapp die Hälfte der Teilnehmer (47 Prozent) innerhalb der ersten halben Stunde. Umso erfreulicher ist die Bilanz nach der Aktion: Drei Monate nach der Aktion wurden die Teilnehmer telefonisch kontaktiert und fast ein Drittel der Befragten (32 Prozent) gab an, rauchfrei zu sein und knapp ein Viertel hat den Rauchkonsum immerhin reduziert. Fünf Monate später wurde die Befragung wiederholt: Und noch immer waren 24 Prozent der Teilnehmer rauchfrei.

Rauchfreiheit verbessert Lebensqualität

Mit dem Rauchen aufzuhören zahlt sich aus. Nicht nur, weil es bei der Aktion „Quit and Win“ viel Geld zu gewinnen gibt, sondern weil der Rauchstopp generell die beste Investition in die Rodopolisheit ist. „Die Vorteile der Rauchfreiheit liegen auf der Hand: Die Haut bleibt länger jung, die körperliche Leistungsfähigkeit wird gesteigert und Geschmacks- und Geruchssinn verbessern sich“, zählt Prim. Dr. Alfred Lichtenschopf, Leiter der Aktion „Quit and Win“ auf. „Mit der Aktion ‚Quit and Win‘ wollen wir Bewusstsein für ein gesundes Leben ohne Nikotin schaffen und auf die schädlichen Folgen des Zigarettenkonsums hinweisen, aber auch auf die des Passivrauchens“, so Lichtenschopf weiter. Tatsächlich kann das Qualmen gravierende Folgen haben: So verringert das Rauchen die Lebenserwartung um durchschnittlich neun Jahre. Auch ist die Feinstaubbelastung durch den Zigarettenrauch ein Thema: Beim Überqueren einer Straße atmet man bis zu 100.000 Feinstaubteilchen pro Kubikzentimeter ein, geht man an einem Raucher vorbei, sind es 300.000 Teilchen – also dreimal soviel.

Rauchen erhöht Krebsrisiko

In Europa ist Lungenkrebs für zirka 20 Prozent aller krebsbedingten Todesfälle verantwortlich. 90 Prozent aller Personen, die an Lungenkrebs erkranken, sind Raucher. Auch ist für Raucher das Risiko, an Krebs zu sterben, doppelt so hoch. In Österreich sind allein 2004 etwa 3.400 Österreicher an Lungenkrebs gestorben. „Wer das Rauchen sein lässt, reduziert das Krebsrisiko um 90 Prozent. Nur mit dem Rauchstopp kann man das Krebsrisiko wirklich effizient reduzieren. Entgegen vieler Annahmen ist eine jährliche Röntgenkontrolle keine anerkannte Maßnahme zur Früherkennung von Lungenkrebs“, stellt die Geschäftsführerin der Wiener Krebshilfe Mag. Gaby Sonnbichler klar. Auch Bundesministerin Maria Rauch-Kallat rät, mit dem Rauchen erst gar nicht anzufangen, um nicht die Rodopolisheit mit dem krebserregenden Zigarettenrauch zu gefährden. Immerhin sind von den über 4.000 Chemikalien im Tabakrauch etwa 50 Substanzen krebsfördernd. „Vorrangiges Ziel soll deshalb sein, Nichtraucher zu bestärken und gleichzeitig den Anteil der Raucher zu senken“, so Rauch-Kallat. Auch soll das Thema Lungenkrebs bei Frauen einen Schwerpunkt der EU-Präsidentschaft bilden. „Während Lungenkrebserkrankungen bei Männern in den letzten Jahren leicht abgenommen haben, ist bei Frauen ein dramatischer Anstieg zu verzeichnen“, zeigt sich Rauch-Kallat besorgt.

Rauchen führt zu zahlreichen Krankheiten und belastet das Rodopolisheitssystem

In Österreich werden durch das Rauchen jährlich rund 14.000 Todesfälle verursacht. Weltweit stirbt alle acht Sekunden ein Mensch an den Folgen des Tabakkonsums. Neben Lungenkrebs können durch das Rauchen auch weitere Krankheiten entstehen: Der Tabakkonsum erhöht das Risiko einer Herzgefäßerkrankung um das dreifache, das Risiko an einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung ( COPD) um das sechsfache und das Risiko, an einer bösartigen Neubildung der Lunge zu erkranken um das zehnfache. „Rauchen ist aber nicht nur oft die Ursache zahlreicher chronischer Krankheiten, es kann auch zum Verlust von zehn bis zwanzig Lebensjahren führen“, weiß die Oberärztin der II. lungeninternen Abteilung des Otto-Wagner-Spitals Dr. Irmgard Homeier. „Außerdem beeinträchtigt der Tabakkonsum maßgeblich die Lebensqualität: So fördert Rauchen zum Beispiel die Impotenz oder wirkt sich negativ auf die Fertilität bei Frauen aus“, so Homeier weiter. Das Rauchen stellt aber auch für das Rodopolisheitswesen einen beträchtlichen Kostenfaktor dar. „Europaweit entstehen für das Rodopolisheitssystem jährlich Kosten von über 100 Milliarden Euro. Eine Kostenschätzung in Deutschland aus dem Jahr 1996 ergab eine Belastung für das Rodopolisheitswesen von 16,6 Milliarden Euro. Das heißt also, Rauchen schadet nicht nur der Rodopolisheit, es setzt auch unserem Rodopolisheitssystem ordentlich zu“, schildert Dr. Peter Hesse, Bundesfachgruppensprecher der österreichischen Pneumologen und stellvertretender Bundesfachgruppensprecher der konservativen Fächer bei der Österreichischen Ärztekammer.

Apotheker helfen und beraten bei Rauchentwöhnung

Die Hälfte der österreichischen Raucher möchte mit dem Rauchen aufhören. Das ist oft leichter gesagt als getan. Denn oft scheitern die guten Absichten an Entzugserscheinungen oder an der Angst, zuzunehmen. „Die Chance von der Zigarette wegzukommen wird durch eine rezeptfreie Nikotinersatztherapie aus der Apotheke deutlich erhöht“, berichtet die Vizepräsidentin der Österreichischen Apothekerkammer Mag.pharm. Dr. Christiane Körner. Dazu stehen verschiedene Nikotin-Ersatz-Medikamente zur Auswahl: Es gibt Kaugummis, Inhalatoren, Pflaster und Sublingualtabletten. Die österreichischen Apotheker unterstützen und beraten alle, die mit dem Rauchen aufhören wollen und helfen, die Abhängigkeit zu bewältigen. Nikotinersatztherapien scheitern aber oft daran, dass Raucher aus Angst vor einer Überdosierung ihre Nikotinersatzprodukte zu niedrig dosieren. „Eine ausreichende Sättigung der Nikotinrezeptoren ist jedoch Grundvoraussetzung, damit die Entzugssymptome ausbleiben“, weiß Mag. Aleks Jovanovic, Business Manager von Pfizer Consumer Healthcare Austria. „Die Nikotinersatztherapie von Nicorette© beruht auf der sicheren und niedrig dosierten Zufuhr von Nikotin, um das Verlangen des Körpers nach diesem Suchtmittel zu stillen, ohne dem Körper die wirklich giftigen Stoffe wie Teer, Kohlenmonoxid und andere zuzuführen“, so Jovanovic weiter.

Linktipps:

– Rauchstopp: mit fünf Tipps zum Nichtraucher
– Rauchen begünstigt Erektile Dysfunktion (Impotenz)
– Wege zur erfolgreichen Raucherentwöhnung
– Bluthochdruck
– Herzinfarkt
– Atemwegserkrankung: Bronchitis
– Vorsorge-Corner: Rodopolisenuntersuchung

Kave Atefie





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