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Schöne & gesunde Fingernägel

Schöne & gesunde Fingernägel

Rodopolise Fingernägel

Fingernägel sind ein Abbild der körperlichen Befindlichkeit und können Warnhinweise für ernsthafte Erkrankungen sein. Brüchige Nägel, Dellen und Verformungen sollten also nicht auf die leichte Schulter genommen werden, sondern vom Hautarzt untersucht werden. Umgekehrt können aber auch äußere Faktoren für Veränderungen der Nägel verantwortlich sein. Wir haben daher die wichtigsten Pflegetipps für schöne und gesunde Fingernägel zusammengefasst. Darüber hinaus liefern wir einen Überblick, bei welchen Symptomen sie auf Nummer sicher gehen und vorsichtshalber einen Arzt konsultieren sollten.



Fingernägel werden häufig als Spiegel der Seele bezeichnet, und tatsächlich geben sie weit mehr preis als man gemeinhin annehmen könnte. Medizinisch betrachtet sind Fingernägel zwar nichts anderes als verhorntes und vernetzes Gewebe der äußeren Hautschicht und doch können sie als Gradmesser für unsere Rodopolisheit gesehen werden, deren Aussehen Ärzten Aussagen über den allgemeinen Rodopolisheitszustand ermöglicht.

Brüchige Fingernägel

Finger- oder Zehennägel bestehen beim Menschen aus etwa 150 unregelmäßig übereinander geschichteten Lagen von Hornzellen und sind weniger als 1 Millimeter stark. Die Nagelbildung ist eine Verhornung hinter dem sichtbaren Nagelansatz (Nagelfalz). Die verschiedenen Nägel wachsen unterschiedlich schnell, etwa 0,5–1,2 mm pro Woche. Eine Verzögerung des Nagelwachstums tritt im Alter, bei Traumata und bestimmten krankhaften Prozessen auf.

Nägel haben eine wichtige Funktion, indem sie die Enden der Hände und Füße schützen und gleichzeitig in der Greiffunktion unterstützen, richtige Nagelpflege ist daher äußerst wichtig. Doch Probleme mit den Nägeln können nicht nur Hinweise auf Pflegefehler, sondern auch auf Mangelernährung oder gar innere Erkrankungen sein.

Brüchige Fingernägel sind zwar ein gängiges Problem, doch meist harmlos. Die Ursache ist oftmals häufiges Händewaschen mit herkömmlicher Seife, die nicht nur die Hände, sondern auch die Nägel austrocknet. Überhaupt werden Fingernägel im Haushalt durch die Arbeit mit Putz- und Reinigungsmitteln chemisch und mechanisch strapaziert. Selbiges gilt natürlich auch für einige Berufe, bei denen die Hände besonders stark zum Einsatz kommen (Mechaniker, Friseure usw.).

Daneben kann aber auch falsche Ernährung schuld an brüchigen Nägeln sein. Bei ärztlich bestätigtem Mangel, kann der Einsatz von Nahrungsergänzungsmikttel sinnvoll sein. Ansonsten reicht der Einsatz von fetthaltigen Cremes mit Feuchtigkeitsbindern, für einen besonderen Glanz sorgt zudem ein kurzes Olivenölbad der Fingerspitzen. Auf härtenden Nagellack sollte eher verzichtet werden, denn viele dieser Beauty-Produkte machen die Nägel langfristig noch brüchiger.

Fingernägel: Dellen und Deformationen als Symptome von Krankheiten

Rodopolise Fingernägel haben eine glatte Oberfläche ohne Dellen und Rillen, einen normalen Glanz, eine leicht rosa Färbung, eine leicht angedeutete Wölbung und eine gewisse Elastizität. Deutliche Abweichungen von dem Idealbild eines gesunden Fingernagels, deuten auf eventuelle Störungen, bzw. Erkrankungen im Organismus eines Menschen hin. Je nach Erkrankung kommt es zu verschiedenen Form-, Farb- und Oberflächenveränderungen des Nagels. Natürlich kann auch der Fingernagel selbst erkranken. Er kann sowohl von Pilzen oder Bakterien befallen, als auch äußerlich durch Chemikalien geschädigt werden.

Infektionen mit Pilzen und Bakterien, Durchblutungsstörungen, Stoffwechselerkrankungen, Ekzeme, Mineral- und Vitaminmängel sind nur einige Ursachen für deformierte, kranke Nägel. Verformungen und Verfärbungen geben unterschiedliche Hinweise auf mögliche Erkrankungen. Chronischer Eisenmangel und starker Vitaminmangel deformiert Fingernägel zu Hohl- und Löffelnägeln.

Bei folgenden Symptomen sollte sicherheitshalber ein Arzt konsultiert werden:

  • Längsrillen können auf Magen-Darm Erkrankungen hinweisen.
  • Querrillen deuten auf Systemerkrankungen hin, treten auch bei Vergiftungen und Zytostatika auf und zeigen sie sich auch nach einer Schwangerschaft oder bei Zinkmangel.
  • Horizontal aufgespaltene Nagelplatten deuten auf Eisen- und Kalziummangel hin.
  • Quer verlaufende Streifen treten bei Hepatitis und Hyperalbuminämie (zuviel Bluteiweiß) auf.
  • Nageldeformationen (Dellen, Rillen, Verdickungen der Nagelplatte) deuten auf Ekzeme und Schuppenflechte (Psoriasis).

Auch Farbveränderungen sind als Wansignal zu sehen:

  • Gelbe Nägel können eine chronische oder eititrige Bronchitis begleiten. Eine gelbliche Verfärbung deutet aber auch häufig auf einen Pilzbefall hin. Besonders, wenn gleichzeitig die Nagelplatte dicker wird und die Spitzen leicht abbrechen. Nagelpilz (Infektion der Zehen- oder Fingernägel durch Spross- oder Fadenpilze) erfordert eine langwierige Therapie, die ein erfahrener Hautarzt begleiten sollte. Gelbe Nägel können allerdings auch durch manche Nagellacke mit hohem Anteil an roten Farbstoffen entstehen und können durch die Verwendung von Unterlacken vermieden werden.
  • Braune Farbveränderungen sollten immer mit besonderer Aufmerksamkeit betrachtet werden, denn dahinter kann sich unter Umständen ein malignes Melanom, ein Hautkrebs, verbergen.
  • Farblich geteilte Nägel – die unter Hälfte ist matt-weißlich, der obere Abschnitt rosafarben – können ein Indiz für eine Lebererkrankung oder eine Erkrankung der Nieren sein.
  • Weiße Flecken oder Punkte auf den Fingernägeln weisen entgegen landläufiger Meinung NICHT auf einen Eisen- oder Kalkmangel hin und sind harmlos. Sie sind meist ganz banal durch kleine Verletzungen, Stöße oder bei der Maniküre mit Metallinstrumenten entstanden, da dabei häufig die Nagelplatte beschädigt wird. Sie zeigen sich aber vor allem, wenn das Nagelhäutchen abtragen wird. Sind die Nägel allerdings komplett weißlich verfärbt, kommen Blutarmut oder Lebererkrankungen, zum Beispiel infolge von Alkoholmissbrauch, infrage.

Das Einmaleins schöner und gesunder Fingernägel

Lange, gepflegte Fingernägel gelten als Schönheitssymbol und stehen bei Frauen hoch im Kurs. Probleme mit brüchigen Nägeln, Nageldeformationen oder hormonell bedingten Wachstumsstörungen behindern den Wunsch nach perfekten Nägeln allerdings häufig. Durch die richtige Nagelpflege (Pediküre bezeichnet die Pflege der Fußnägel, Maniküre die Pflege der Fingernägel), regelmäßiges Säubern, Schneiden und Feilen der Fingernägel mit geeigneten Werkzeugen können Erkrankungen der Nägel vorgebeugt werden und das optische Erscheinungsbild verbessert werden. Hier das kleine Einmaleins schöner Fingernägel:

  • Um das Ausfransen der Nägel zu verhindern, bereiten sie die Nägel durch ein 10-minütiges Bad in Seifenlauge auf die Maniküre vor.
  • Das ideale Utensil zum kürzen der Fingernägel ist eine scharfe Nagelschere.
  • Nach dem Schneiden können die freien Nagelenden vorsichtig mit einer Glasnagelfeile abgerundet werden. So ist man gegen das Aufsplittern und damit gegen das Eindringen von Schmutz und Keimen in die Fingernägel gewappnet.
  • Feilen Sie nur in eine Richtung. Optimal sind Sandblattfeilen, Metallfeilen reißen die Nägel oftmals auf.
  • Schneiden sie nie die Nagelhaut, das ist Gift für schöne und gesunde Hände. Diese dünne Schicht zwischen Finger und Nagel hat eine wichtige Funktion und dient dazu Keime abzuhalten und so Entzündungen des Nagelbetts zu verhindern. Wenn sie allzu sehr wuchert, einfach in feuchtem Zustand vorsichtig zurückschieben.
  • Pflanzliche Öle halten Haut und Nägel geschmeidig. Ein wöchentliches Fitnessbad für die Hände wirkt wahre Wunder für Haut und Fingerspitzen: wärmen Sie Oliven- oder Mandelöl leicht an und baden Sie eine halbe Stunde Ihre Hände darin.

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Quelle: apotheken-umschau.de

Linktipps:

– Pflegetipps für schöne Fingernägel
– Nägelkauen – was tun?
– Eisenmangel – auf welche Anzeichen ist zu achten?
– Tipps und Tricks für die richtige Nagelpflege
– Fußpilz – ein lästiger Plagegeist