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Skaten: Fatburner mit optimalem Kalorienverbrauch

Skaten: Fatburner mit optimalem Kalorienverbrauch

Kalorienverbrauch Inline-Skaten

Inline-Skaten liegt im Trend: die perfekte Kombination von Spaß und Sport hat bereits Millionen Fans. Kein Wunder, die Sportart schont die Gelenke, fördert das Muskelwachstum und lässt außerdem die Kalorien nur so purzeln. Um sich dem Vergnügen voll hingeben zu können sind allerdings einige Sicherheitsregeln zu beachten, ansonsten kann es ein böses Erwachen im Krankenhaus geben …

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Ob einmal quer durch die Stadt oder raus aufs Land: Inlineskaten ist eine der schönsten Formen, Fitness und Fun zu verbinden. Darum ist es kein Wunder, dass die Fan-Gemeinde immer größer wird. Kaum dass die ersten Sonnenstrahlen den Asphalt erwärmen, setzt sich eine Kohorte berollter Menschen in Bewegung: berauscht vom Tempo und voller Glückseligkeit. Doch Skates sind weit mehr als ein spaßiges Fortbewegungsmittel: Sie gelten schon lange als das perfekte Fitnessgerät. Denn nicht nur die Ausdauer kommt dabei in Schwung. Der Balanceakt auf den schmalen Rädern ist das optimale Koordinations- und Krafttraining. Und das ohne dabei die Gelenke zu belasten – laut einer Studie der Universität von Massachusetts belastet Inline- Skaten die Kniegelenke nicht einmal halb so stark als Laufen.

Doch die Unfallgefahr ist groß, österreichweit „rollen“ jährlich rund 5.000 Inlineskater ins Krankenhaus. Viele der Hobbysportler verfügen nicht über ausreichende Grundkenntnisse und waren zudem nicht ausreichend geschützt. Wir haben alle Infos um Sie rundum fit für die Inlinekate-Saison zu machen.

Bremstechniken

Skaten

Für Anfänger oft mit unsanften Bodenbegegnungen verbunden, aber leider essenziell: Das Bremsen. Die meisten Stürze und Verletzungen beim Inlineskaten passieren beim Bremsen. Deswegen hier noch mal die wichtigsten Methoden um sicher zum Stehen zu kommen:

Heel-Stop: Der klassische Stop mit den Inlinern. Der normale Skate hat am rechten Schuh (selten links) hinter der letzten Rolle einen Gummiaufsatz, der bei Bodenkontakt eine Bremswirkung erzeugt. Dafür schiebt man den Bremsfuß nach vorne, bis sich der Stopper knapp vor der vordersten Rolle des Standbeines befindett. Die Zehen werden dann so weit hochgezogen, bis der Stopper Bodenkontakt hat. Das Körpergewicht kann nun vorsichtig auf die Hacke des rechten Skates verlagert werden.

T-Stop: Diese Methode hat den Vorteil, dass während des Bremsens noch leichte Richtungsänderungen möglich sind. Beim T-Stop wird der hintere Schuh in einem Winkel von 90 Grad zum vorderen aufgesetzt und durch Druck auf die Innenseite der Rollen eine Bremswirkung erzielt. Um das zu erreichen, erfolgt beim Vorwärtslaufen eine Gewichtsverlagerung auf des vordere Bein. Dabei wird das Knie gebeugt, der Oberkörper leicht vorgeneigt. Der unbelastete Skate wird dann exakt um 90 Grad gedreht, und die Rollen werden senkrecht in Laufrichtung mit der Innenseite auf den Boden gedrückt, so dass sie eine Art Schleifwirkung verursachen.

Tipp: Damit ein einseitiger Abrieb verhindert wird, sollte der Bremsfuß öfter gewechselt werden.

Stop-Turn: Bei dieser Form des Stoppens erfolgt die Verminderung der Geschwindigkeit durch eine Art Brems-Stemmschwung des bogenäußeren Beines. Die Geschwindigkeit darf hierbei allerdings nicht zu hoch sein. Der gesamte Ablauf ist mit der Funktion eines Stechzirkels vergleichbar: Der Innenfuß wird fixiert und dreht sich auf der Stelle, der Außenskate wird weit nach außen geführt und beschreibt einen großen Bogen. Unterstützt wird die Bewegung durch ein leichtes Gegendrehen und Vorbeugen des Oberkörpers sowie durch eine abschließende Beugung des bogenäußeren, rechten Beines.

Inline Skaten: Abnehmen mit Fun-Faktor

Wer hätte das gedacht: Skater, die mit 20 Stundenkilometern über den Asphalt brettern, verbrauchen fast soviel Energie wie ein Jogger, der einen Kilometer innerhalb von fünf Minuten schafft. Mit dem richtigen Tempo ist Inlineskaten also der perfekte Fatburner. Bei einem gezielten Workout mit abwechselnden Sprints und langsamen Skaten werden in der Stunde bis zu 900 Kalorien verbrannt – win wahrlich beeindruckender Kalorienverbrauch!

Mit diesem Trainingsplan schmelzen die Kilos:

Skaten

1. Woche:
2mal 45 min langsam, 2mal 20-30 min schnell

2. Woche:
2mal 45 min langsam, 2mal 30 min schnell
Skatetour über 2 h

3. Woche:
2mal 45 min langsam, 2mal 40 min schnell
Skatetour über 2 h

4. Woche:
2mal 45 min langsam, 2mal 20-30 min schnell

Koordination verbessern

Spielerisch die Geschicklichkeit schulen – hier einige Übungen für mehr Fahrspaß und bessere Technik:

Anfänger:

  • „Eisenbahner“: Rollen Sie auf beiden Skates, und wechseln Sie die Beinstellung von X- zu O-beinig. Die Skates kippen dabei von der Innen- zur Außenkante und fahren so auseinander oder aufeinander zu (Eierlauf). Die Bewegung rhythmisch durch Hoch-Tiefbewegung in den Knien unterstützen.
  • „Marschieren“: Starten Sie mit kurzen Skate-Schritten, und setzen Sie betont rhythmisch die Arme über Kreuz (diagonal) zu den Skates ein. Arme vor dem Bauch zur gegenüberlieggenden Seite schwingen.
  • „Eisläufer“: Wie Eisschnellläufer skaten Sie in betont ruhigem Tempo und halten dabei die Arme hinter dem Rücken verschränkt. Oberkörper und Schulterachse bleiben ruhig, nicht zu stark in der Hüfte abknicken.
  • „Einbeiner“: mehrmals vom gleichen Skate abstoßen und ausrollen.
  • „Slalom“: Skaten um Bäume, Laternen/Begrenzungspfähle oder Poller. Notfalls aus kleinen Steinen einen eigenen Slalom aufbauen.

Profis:

  • „Dribbeln“: Nehmen Sie einen Tennisball mit. Dribbeln Sie den Tennisball während des Skatens. Beim Schritt links den Ball mit der rechten Hand neben dem rollenden Skate aufprellen, 15 bis 20 Wiederholungen, dann Hand- und Fußwechsel. Variationen: Den Ball auf der Außenseite des Gleit-Skates aufdribbeln, also mit der rechten Hand links neben den linken gleitenden Skate (provoziert stärkere Gewichtsverlagerung).
  • „Schattenlaufen“: Partner fährt viele überraschende Richtungswechsel und Wendungen. Sie bleiben dran und folgen ihm wie ein Schatten. -„Sidesteps“: aus dem Stand schnelle Nachstellschritte zur Seite (fünfmal nach links, dann fünfmal nach rechts).
  • „Doppel-Slalom“: Slalom mit parallel geführten Skates, Slalom mit voreinander geführten Skates.

Sicherheit hat Vorrang

Ellbogen- und Knieschutz, sowie Helm nicht vergessen!

Linktipps:

– mit Köpfchen auf acht Rollen
– Richtig Radfahren

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