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Was ist Persönlichkeitsentwicklung?

Was ist Persönlichkeitsentwicklung?

Persönlichkeitsentwicklung

Mit zunehmenden Alter ändern sich Lebensumstände und mit ihnen die Menschen und ihre Persönlichkeit. Oft passt es dann ‚irgendwie‘ nicht mehr – Burnout, Depression, Panikattacken oder auch ‚echte‘ körperliche Leiden sind die möglichen Folgen. Und die bleiben meist nicht ohne entsprechende Auswirkung auf das berufliche und private Umfeld. Persönlichkeitsentwicklung und die Auseinandersetzung mit sich selbst kann ein Lösungsansatz sein. Wir haben uns genauer angesehen, was unter dem Schlagwort zu verstehen ist und warum Veränderung oftmals der Schlüssel zum Erfolg ist.

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‚Persönlichkeitsentwicklung‘ – ein Begriff in aller Munde. Doch was meint Persönlichkeitsentwicklung? „Passiert“ das ganz einfach automatisch, oder kann Persönlichkeitsentwicklung auch aktiv betrieben werden? Psychologen, Persönlichkeitscoaches und Lebenscoaches verzeichnen jedenfalls regen Zulauf. Doch kann man auch selbst ‚an sich arbeiten‘? Gibt es individuelle Gebrauchsanweisungen und wie weit kann man sich ‚durch eigenen Willen‘ ändern?

Will ich so bleiben wie ich bin?

Lange Zeit herrschte in der Persönlichkeitspsychologie die Auffassung, dass mit etwa 30 Jahren der Charakter ausgebildet ist – und dann auch so bleibt. In den letzte Jahren setzte allerdings ein Paradigmenwechsel ein: Langzeitstudien haben gezeigt, dass sich Menschen, also ihre Persönlichkeit, ihre Werte und somit auch ihr ‚Charakter‘ im Lauf des Lebens verändern können- und meist auch verändern.

Manche Veränderungen passieren ‚von selbst‘ – umgangssprachlich sagt man auch häufig ‚das Leben zeichne einen‘. Es gibt aber auch Menschen, die ihr Leben aktiv steuern wollen. Menschen, die sich in der Mitte ihres Lebens ganz bewusst die Frage stellen ‚War das alles oder geht da noch mehr?‘

Das Veränderungspotential der menschlichen Psyche ist immens. Sowohl auf der kognitiven wie auch auf der emotionalen Ebene kann ein Mensch sich im Lauf der Zeit immer wieder ’neu erfinden‘. Was in jungen Jahren wichtig war, kann komplett an Bedeutung verlieren während andere Themen ihren Platz einnehmen. Dieses Veränderungspotential ist einerseits eine große Stärke jedes einzelnen Menschen, andererseits stellt es die Umwelt und die Mitmenschen mitunter aber auch vor große Herausforderungen.

Von der Wiege bis zur Bahre…

Die Annahme, dass sich ein Mensch, sobald er erwachsen ist, kaum noch ändern kann, ist nicht mehr aufrecht zu erhalten. Klar gibt es Menschen, die nach dem Motto ‚So bin ich eben‘ eine Ausrede und Rechtfertigung für alles haben. Für alles was ihnen gelingt, aber auch für alles was schief geht.

Und natürlich gibt es auch Menschen, die sich in dem Leben, in dem sie sich einmal eingenistet haben, auch wohl fühlen – und keinen Änderungsbedarf sehen. Umso besser wenn sie einen Partner an ihrer Seite haben, der diese Meinung teilt.

Doch immer häufiger wollen Menschen ihrem Leben irgendwann mal eine neue Richtung geben, aus der Job-Routine, aus dem ‚Hamsterrad‘ ausbrechen und fragen sich dann ‚war das jetzt alles‘? Manche fragen sich das zeitgerecht, wieder andere werden vom Leben deutlich darauf hingewiesen.

Oft stehen psychische Störungen, Panikattacken, Burn Out oder Depressionen am Anfang eines solchen Veränderungsprozesses. Manchmal weisen auch ‚echte‘ körperliche Beschwerden wie Migräne, Reizdarm oder schmerzhafte Verspannungen darauf hin, dass ‚etwas‘ nicht mehr stimmt.

Nicht nur die Berufswelt ist flexibler geworden, auch die Möglichkeiten der Partnerwahl haben sich radikal verändert. Weder im Job noch in der Partnerschaft kann man darauf vertrauen, dass eine einmal eingegangene ‚Beziehung‘ ewig hält. Die durchschnittliche Ehe dauert heutzutage 12 Jahre und alle paar Jahre wird – freiwillig oder nicht – auch oft der Job gewechselt. Manche bleiben in der Branche, aber oft genug wird auch zwischen den Branchen, ja auch zwischen Unselbständigkeit und Angestellten- Dasein geswitcht.

Ich hab immer Pech…

Veränderung und Anpassung gehören also mittlerweile zum Leben und sind heutzutage eher die Regel denn die Ausnahme. Dennoch gibt es jene, die egal in welchem Job und in welcher Beziehung sie gerade stecken, immer wieder das Gleiche erleben.

Auch wenn die Vorsätze ‚diesmal wird alles besser‘ und ‚jetzt mach ich’s anders‘ ernst gemeint sind – wir alle kennen doch jene ‚Fälle‘, in denen mehr oder weniger punktgenaue Vorhersagen, wie sich etwas entwickeln wird, möglich sind und meist auch zutreffen.

Doch wer genauer hinsieht, den wundert das nicht. Denn bis zu einem gewissen Grad schaffen wir unsere Wirklichkeit selbst und das Phänomen der selbsterfüllenden Prophezeiung (engl. self-fulfilling prophecy) ist seit über 100 Jahren bekannt. Manche Vorhersagen also „Prophezeiungen“, bewirken über direkte oder indirekte Mechanismen ihre Erfüllung selbst.

Der wesentliche Mechanismus dabei ist, dass jene, die an die Vorhersage glauben, sich eben genauso verhalten, dass sich diese auch erfüllt. Es findet eine positive Rückkopplung zwischen Erwartung und Verhalten statt.

Doch das muss nicht sein! Jeder, der sich Zeit nimmt zu reflektieren und sich mit sich selbst, seinen bewussten und unbewussten Verhaltensmustern auseinandersetzt, kann diese manchmal durchaus (selbst)zerstörerischen Mechanismen durchbrechen – und sich bis zu einem gewissen Grad auch ändern, wenn er oder sie das möchte.

Persönlichkeitstest

Manche Persönlichkeitsexperten gehen von fünf Charakterzügen aus, um Menschen in Typen einzuteilen, manche kommen mit vier Ausprägungen aus. Das ergibt in den diversen Kombinationen 16 bis 25 ‚Typen‘, die sich in den einzelnen Eigenschaften unterscheiden und entsprechend unterschiedlich reagieren bzw. ‚behandelt werden wollen‘.

Wir denken, dass die sogenannten ‚big four‘ ausreichen, um persönliche Gebrauchsanweisungen zu erstellen. Diese Persönlichkeitsmerkmale sind:

  • Extraversion/Intraversion
  • Konrketes/Abstraktes Wahrnehmen
  • Gefühlsentscheider/Denkentscheider
  • Organisiert/Locker

Jeder hat alle Anteile in sich, aber neigt eher zu deinem oder anderen Pol. Vieles ist genetisch bedingt – man meint zwischen 40 und 50% – aber der Rest ist erlernt und im Lauf des Lebens ändern sich die Ausprägungen auch.

Es ist auch also auch durchaus möglich ‚an sich zu arbeiten‘, wenn man selbst – oder der Partner – mit der einen oder anderen Ausprägung nicht zufrieden ist. Um ein Beispiel zu nennen: Organisierte Menschen sind tendenziell pünktlich und je organisierter sie sind, desto mehr leiden sie unter der ‚Lockerheit‘ ihrer Zeitgenossen.

Unpünktlichkeit ist für ‚Organisierte‘ nicht nur unhöflich sondern sie empfinden das Zu-spät-kommen anderer als respektlos und Zeitdiebstahl. Und das ist nur ein – wenn auch plakatives – Beispiel.

Wenn Sie wissen möchten wie sie ‚ticken‘ – hier geht’s zu einem mit anschließender ‚Gebrauchsanweisung‘. Erstellt wurde der Test von der Psychologin und Bestsellerautorin Stefanie Stahl die seit Jahren in ihrer therapeutischen Praxis mit diesem Test arbeitet und ihn nicht nur für individuelle Coachings im Rahmen der Persönlichkeitsentwicklung sonder auch in paartherapeutischen Sitzungen anwendet.

Probieren Sie’s aus. Spaß macht es auf jeden Fall und optimalerweise lernen Sie etwas über sich und die Reaktionen Ihrer Umwelt auf Sie und Ihr Verhalten.

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Quelle:

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Linktipps:

– Krankheitslexikon Burnout
– Was ist eine bipolare Störung
– Schulangst bei Kindern und Jugendlichen
– Krankheitslexikon: Psychosen

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